Das Universitätsspital Basel (USB) hat im vergangenen Jahr insgesamt 37'722 stationäre Fälle gezählt. Das sind 0,4 Prozent weniger als 2017, wie einer Mitteilung vom Freitag zu entnehmen ist. Im Vorjahr war bei den Fallzahlen noch ein Wachstum von 2,7 Prozent verzeichnet worden.

Weiter gestiegen ist letztes Jahr der Anteil der auswärtigen Patientinnen und Patienten. Nach 52,3 Prozent im Vorjahr machten sie 2018 bereits 52,7 Prozent aus. Bis 2014 hatten am USB die baselstädtischen Patienten die Mehrheit gebildet.

Stärkstes Wachstum bei Solothurnern und Ausländern

Bei den Zuweisungen aus dem Kanton Basel-Stadt musste das USB einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 17'824 Fälle verzeichnen. Dagegen nahmen die Baselbieter Fälle leicht um 0,2 Prozent auf 10'709 zu. Bei den Zuweisungen aus dem Kanton Solothurn wurde mit einer Zunahme von 9,4 Prozent auf 1601 Fälle das stärkste Wachstum verzeichnet.

Zugenommen haben auch die Zuweisungen aus dem Ausland, nämlich um 2,5 Prozent auf 2512. Knapp 60 Prozent der ausländischen Patienten stammen aus Deutschland.

Dem leichten Rückgang der stationären Fallzahlen steht laut dem USB eine deutliche Zunahme der Fallschwere um 2,8 Prozent gegenüber. Namentlich der Anstieg der Fallzahlen in der Herz-, Gefäss- und Thoraxchirurgie unterstreiche den universitären Charakter des USB als Behandlungszentrum für hochkomplexe Fälle, heisst es in der Mitteilung.

Über eine Million ambulante Kontakte

Im ambulanten Bereich konnte das USB um 1,2 Prozent auf 1,06 Millionen Kontakte zulegen. Die vom Bundesrat per Anfang 2018 verordnete neue Tarmed-Tarifstruktur habe sich im ambulanten Bereich erwartungsgemäss negativ ausgewirkt, hält das Spital fest. Immerhin habe der Rückgang bei den verrechenbaren Tarmed-Punkten statt der prognostizierten 14 nur 7 Prozent betragen.

Praktisch stabil geblieben ist bei USB die Zahl der Mitarbeitenden. Per Ende Jahr waren es 7222 gewesen. Im Vorjahr war noch eine Zunahme um 318 Angestellte registriert worden. Sein Jahresergebnis will das USB im Mai präsentieren.