Forschende der Universität Basel und des Lausanner «Institut et Haute Ecole de la Santé La Source» haben sich mit Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen auseinandergesetzt. Sie stellen ihr Projekt in der Deutsch- und Westschweiz vor. In der Region gastieren sie im Kino Oris in Liestal (14. Mai) und im Pathé Küchlin in Basel (27. Mai und 11. Juni).

Studierende der Hochschule für Kunst und Design Lausanne haben acht Kurzdokumentarfilme realisiert, die ältere Menschen porträtieren. Aufgezeigt werden verschiedene Lebenswege und Arten des Älterwerdens. An jeder Veranstaltung sind zwei Kurzfilme zu sehen, danach findet mit und unter den Besuchenden ein generationenübergreifender Austausch statt. Zielpublikum sind diverse Altersgruppen – von Schülern der Sekundarstufe II bis zu Pflegeheim-Bewohnerinnen. Ebenfalls sollen der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gefördert und die Sichtweise des Alterns geändert werden.

«Der Respekt gegenüber alternden Menschen hat in letzter Zeit abgenommen», stellte Michael Rost an der gestrigen Medienkonferenz in Liestal fest. Rost ist Mitglied des Projektteams und arbeitet im Institut für Bio- und Medizinethik der Uni Basel. Er weist darauf hin, dass auch die digitale Entwicklung an die Bedürfnisse und Möglichkeiten älterer Leute angepasst werden müsse.

Im Rahmen dieses Projekts sind zudem eine Infobroschüre und ein Handbuch entstanden. Dieses richtet sich explizit an Schulen und Pflegeheime, die damit das Thema vor- und nachbereiten können. (stz)

   

Weitere Infos unter www.ibmb.unibas.ch