Die Basler Verkehrs-Betriebe, der für den öV zuständige elsässische Zweckverbund Saint-Louis Agglomération und die französische Polizei haben sich auf einen Massnahmenkatalog geeinigt, damit das 3er-Tram ab heute 20 Uhr abends wieder zum Bahnhof Saint-Louis fahren kann. Grund für die Einstellung der Abendkurse vor zwei Wochen waren die Häufung von Übergriffen und Laserattacken auf dem französischen Streckenteil.

Darüber, wie die Massnahmen, die dies verhindern sollen, aussehen, halten sich Behörden und BVB bedeckt. Bekannt ist nur, dass die gesamte Strecke eng durch die Polizei und die betroffenen Partner überwacht wird.

Konkreter ist ein BVB-internes Dokument, das der bz vorliegt. Demnach werden die Haltestellen Place Mermoz und Bahnhof Saint-Louis ab 20 Uhr bis Dienstschluss durch Sicherheitspersonal bewacht. Es ist mit Body Cams ausgerüstet, um Vorkommnisse zu filmen und den Behörden das Videomaterial zur Verfügung zu stellen.

Auch werden ab 20 Uhr alle Trams im Elsass von einem Sicherheitsmitarbeiter begleitet. Im Ereignisfall können die Mitarbeiter die französische Polizei direkt informieren.

Bis Ende Juni werden alle Haltestellen mit Überwachungskameras ausgerüstet sein, bis Ende Mai ist dies für drei Haltestellen bereits der Fall. Eine nächste grössere Lagebeurteilung ist mit den zuständigen Stellen in vier Wochen geplant.