Seit gestern Mittwoch wehrt sich GLP-Politikerin Martina Bernasconi mit einer Alarmtröte gegen mögliche unliebsame Begegnungen. «Das schützt Opfer am besten vor möglichen Übergriffen», sagt die Grossrätin am Donnerstag zur bz.

Bisher war Bernasconi mit einem Pfefferspray bewaffnet. Einem, der das Ablaufdatum längst überschritten hatte, wie sie erst jetzt bemerkte. Im Parlament stimmte Bernasconi am Mittwoch dagegen dass allen Baslerinnen gratis ein Pfefferspray abzugeben wird. Verlangt hatte das SVP-Präsident Sebastian Frehner. Baslerinnen sollten sich dank Pfeffersprays besser vor Sexualdelikten schützen können.

Er erlitt damit Schiffbruch. Linke wie Bürgerliche waren dagegen. «Der Pfefferspray kann leicht in die Hände des Täters gelangen und so zur Angriffswaffe werden», begründet Bernasconi die ablehnende Haltung.

Billiger abgeben, sensibilisieren

Ganz andres sähe das Alarm-Tröten beziehungsweise Handtaschen- oder Schlüsselalarme aus, glaubt sie. Diese könnten in Hosen-, Jacken- und Handtaschen mitgeführt werden. Wir der Alarmstift gezogen, verursacht die Trötenalarm einen ohrenbetäubenden Lärm. Weiter Vorteil der Tröte: Das Opfer kann sie von sich werfen. Und Bernasconi will die Tröten nicht nur Frauen abgeben, sondern auch an Männer, die sich nicht mehr sicher fühlen.

Bernasconi hat im Grossen Rat bereits gestern einen Anzug eingereicht. Darin fordert sie die Regierung auf zu  prüfen, ob Tröten und Ähnliches verbilligt abgegeben werden können. Darüber hinaus möchte sie auch, dass in der eine Sensibilisierungskampagne lanciert wird. «Man kennt die Geräte und die Alarmtöne noch kaum», erkärt Bernasconi.

Der Vorstoss wird von Mitgliedern aus allen Parteien unterstützt. Die Grünliberale geht daher davon aus, dass er in 14 Tagen problemlos an die Regierung überwiesen wird. (rsn)