Lange blieben die Betreiber des gastronomischen und kulturellen Zwischennutzungsprojekts Holzpark auf brachliegenden Arealen im Basler Rheinhafen im Ungewissen, wie es weitergeht. Die Pläne, Holzhallen für einen Ganzjahresbetrieb zu erstellen, wurden durch Einsprachen einer benachbarten alternativen Wohngenossenschaft über Jahre verzögert. Dazu kam, dass das auf 2019 angesetzte Ende des Vertrags mit dem Kanton immer näher rückte.

Jetzt zeichnen sich eine Fortsetzung und gar ein Ausbau des Zwischennutzungsbetriebs ab. Am Dienstag gaben der Betreiberverein Shiftmode und die Basler Regierung in separaten Mitteilungen bekannt, dass eine Absichtserklärung für eine Vertragsverlängerung bis 2024 - mit Option auf eine nochmalige Verlängerung bis 2029 - aufgesetzt worden sei.

Nach Angaben der Regierung enthält diese Erklärung überdies «Massnahmen zur Reduktion der Begleiterscheinungen». Der rege Betrieb auf dem Areal hatte wiederholt zu Lärmreklamationen geführt.

Shiftmode kündigt im Zuge der anvisierten Vertragsverlängerung neue Projekte an. Konkret soll ab Ende 2019 ein Leuchtturmschiff aus den 1950er-Jahren als Räumlichkeit für lärmintensive Veranstaltungen dienen und zugleich einen Ganzjahresbetrieb garantieren.

Das Schiff, das gegenwärtig noch in Irland vor Anker liegt, soll die ursprünglich geplante Holzhalle auf dem Areal ersetzen. Laut den Betreibern bietet es für kulturelle Nutzungen für rund 300 Personen Platz. Im Leuchtturm sei die Einrichtung eines Radiosenders geplant, teilt der Verein Shiftmode weiter mit.