Eine Stadt unter der Stadt. So war das Projekt «Central Station» von Kunst- und Kulturunternehmer Klaus Littmann aufgebaut: Eine gewaltige Kulisse im Untergeschoss der Sternengasse 19. Über eine Rolltreppe ging es in die nachgebaute Welt einer Untergrundbahn-Station, wie sie Basel nie hatte und vielleicht erst mit der Realisierung des S-Bahn-Projekts «Herzstück» erhalten wird – also frühestens in ein paar Jahrzehnten.

In der Nacht auf Samstag, 22. Dezember, ist nun Schluss, was vor zwei Jahren als Zwischennutzung im Bau des Architekturbüros «Diener&Diener» begonnen hatte, wie Littmann am Montag mitteilte. Im Projekt enthalten war längst nicht nur eine grossartige Kulisse, sondern auch mehrere Geschäfte, Ausstellungsräume und ein Barbetrieb.

Nachfolge noch offen

Insgesamt umfasste die Installation eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Gebaut worden war die Untergrundwelt von Franz Burkhardt nach einer Idee von Littmann. Was nachher in die Räumlichkeiten kommt, ist noch offen, wie es auf Nachfrage bei der Liegenschaftsverwaltung Madiba hiess. Nach wie vor bestehen bleibe aber die «Escape Station». Ebenfalls in Betrieb bleibt laut Mitteilung der Barbershop.

Littmann selbst blieb auch während der Zeit des «Central Station» weiterhin aktiv. Zuletzt realisierte er in Basel vom 12. bis 25. Oktober die Installation «Jardin des Planètes», die zwölf von Künstlern gestaltete Ballone als Planeten über dem Kleinbasler Ufer schweben liess.