Nachdem die bz gestern bekannt machte, dass die Mieterinnen und Mieter der Mattenstrasse 74/76 nach jahrelangem Mietstreit nun einer Zwischennutzungsfirma aus Zürich weichen sollen, schaltete sich heute die Basta ein. Sie kritisierte die Instrumentalisierung des Konzepts Zwischennutzung: «Das ist Missbrauch einer an sich guten Idee. Solchem Missbrauch von Zwischennutzungen muss Einhalt geboten werden», erklärt Heidi Mück.

Die bestehenden Mietverträge laufen Ende September aus. Ab dann soll die Zürcher Firma «Intermezzo» die historischen Liegenschaften für studentisches Wohnen verwenden. Die bisherigen Mieter müssten dann ausziehen, obwohl ihnen ein Bleiberecht versprochen wurde, das gelten sollte, bis eine Baubewilligung für den geplanten Neubau vorliegt. Tonja Zürcher (Basta) ruft den Eigentümer zur Verantwortung: «Zwischennutzungen sind nicht dazu da, Mieterinnen und Mieter aus bestehendem Wohnraum zu verdrängen. Wohnraum ist nicht nur Anlagekapital, sondern vor allem Lebensraum und damit Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.»