Mehrere Grossprojekte hätten in den vergangenen Jahren in Basel für Negativschlagzeilen gesorgt. Im Fokus stehe die Beschaffungspraxis, meinte Gewerbedirektor Gabriel Barell vor über 500 Gästen an der Gewerbetagung in der Messe-Eventhalle. Als Beispiele nannte er die Sanierung des Theaters Basel oder den Neubau des Uni-Biozentrums. Bauverzögerungen und Mehrkosten für den Staat seien die Folge. Ein Problem sei, dass bei Vergabeentscheiden oft nur der Preis ausschlaggebend sei.

Das realistisch planende Gewerbe aus der Region habe dabei das Nachsehen. Dabei hätten die Behörden durchaus genügend Spielraum.

Gewerbepräsident Marcel Schweizer plädierte an die Zivilcourage bürgerlicher Politiker. Zu oft wichen sie ab von ihren Werten, etwa bei der Altersreform 2020: «Stehen Sie selbstbewusst zur Wirtschaft und zu Ihren Überzeugungen.» (bz)