Der Streit über die Tarife zwischen den Krankenkassen und dem Universitätsspital Basel (USB) dauerten über Monate. Nun ist ein erstes Hindernis überwunden: Das Universitätsspital und die Helsana einigten sich am Dienstag über das neue Abrechnungsmodell der halbprivaten und privaten Abteilungen. «Ab sofort wird wieder über die Tarife und nicht mehr über eine Preisliste abgerechnet», sagt Martin Jordan, Mediensprecher des USB.

Durch die Einigung werden ab sofort alle Kosten der Versicherten bei einem halbprivaten oder privaten stationären Spitalaufenthalt im USB wieder gemäss Versicherungsschutz übernommen. Für die Patientinnen und Patienten, die bei Helsana versichert sind, bedeutet das konkret: Es gibt keine Einschränkungen und keinen Selbstbehalt mehr. Die Rechnungen werden direkt über die Versicherung abgewickelt.

Helsana setzte Höchsttarife

Bereits im Frühjahr 2018 haben Helsana und das USB Gespräche über die Tarife, also die Behandlungspreise, geführt. Damals scheiterten die Verhandlungen allerdings rasch. Deshalb setzte Helsana gegenüber dem Universitätsspital ab 11. Juni Höchsttarife fest.

Ebenfalls erfolgreich waren inzwischen die Verhandlungen zwischen Concordia und dem USB. «Die Concordia hat mit dem USB bereits im September eine Einigung erzielt. Der neue Vertrag ist unterzeichnet und rückwirkend ab 1. Januar 2018 gültig», schreibt die Kommunikationsverantwortliche von Concordia, Astrid Brändlin. Auf die Versicherten kämen somit keine finanziellen Nachteile mehr zu, so Brändlin weiter.

Streit mit Sympany hält an

Mit der Sympany hat das USB bisher noch keine definitive Einigung gefunden. Im Februar hatte Sympany eine Preisreduktion um zehn Prozent gefordert. Für das Unispital war dies nicht akzeptabel. Seit dem Frühjahr herrscht deshalb ein vertragsloser Zustand.

Ohne Vertrag würden die Tarife gemäss Preisliste verrechnet und seien naturgemäss entsprechend teurer, sagte Finanzchef Martin Gerber im Oktober gegenüber der bz.

Nun ist aber auch hier Einigung in Sicht. «Wir sind auf einem guten Weg», sagen sowohl USB-Mediensprecher Jordan als auch Jacqueline Perregaux, Mediensprecherin der Sympany. Beide gehen davon aus, noch in diesem Jahr eine Einigung verkünden zu können.