Wenn die Adventszeit beginnt und überall in der Innenstadt die mächtigen, reich geschmückten Weihnachtsbäume leuchten, blicken die Quartiervereine teilweise neidisch auf die erleuchtete Altstadt. Hier, fernab der Adventsbeleuchtung und der Weihnachtsshopper, wurde die Finanzierung der Tannen in den letzten Jahren nämlich immer schwieriger.

Als der Verein Basler Weihnacht die Weihnachtsbäume in den Quartieren nicht mehr unterstützen konnte, waren die Quartiervereine auf finanzielle Mittel aus der Nachbarschaft angewiesen. «Wir haben unseren ersten Weihnachtsbaum erst aufgestellt, nachdem die Unterstützung durch Basler Weihnacht nicht mehr stattgefunden hat. So sind wir Jahr für Jahr durch das Quartier gegangen und haben um Mithilfe bei der Finanzierung gebeten», sagt Karin Sartorius von der IG Rütimeyer. Diese Arbeit wird nun etwas erleichtert: Die Bürgergemeinde teilte gestern mit, dass sie im kommenden Advent einen Betrag von 5000 Franken für das Aufstellen von Bäumen in den Quartieren zur Verfügung stellt.

Tropfen auf den heissen Stein

Dieser Betrag wird vom Verein Basler Weihnacht verteilt. «Die Quartiere können nun einen Antrag für die Hilfe bei der Finanzierung stellen. Wir würden den Betrag am liebsten unter zehn Quartieren gleichmässig aufteilen», sagt Nadine Minder, Geschäftsführerin des Vereins. Es bleiben also rund 500 Franken pro Quartier.

Peter Schuler vom Quartierverein «Matthäusplatz - unser Platz» hat im April ein Gesuch an die Bürgergemeinde gerichtet. Darin bat er um Mithilfe bei der Finanzierung der Weihnachtsbäume. Er klärt über die üblichen Kosten in diesem Zusammenhang auf: «Der Betrag für einen Baum der Bürgergemeinde und das Aufstellen liegt je nach Höhe zwischen 1000 und 2000 Franken. Dazu kommen rund 1500 Franken für die Beleuchtung und den Elektriker, der sie montiert.»

Der Zustupf macht also nur einen kleinen Teil aus. Dennoch sind die Vereine glücklich über die Nachricht. «Die Unterstützung freut uns sehr. Darauf haben wir gewartet», sagt Fausi Marti vom Neutralen Quartierverein Gundeldingen. Auch im Bachletten-Quartier freut man sich über das Entgegenkommen. «Jeder Beitrag ist willkommen. Es ist auch wichtig, dass nicht die gesamten Kosten staatlich gedeckt werden, sondern der Weihnachtsbaum ein Gemeinschaftsprojekt der Quartierbevölkerung bleibt», sagt Sartorius.