Thierry Moosbrugger ist auf den Sozialen Netzwerken omnipräsent. Wiederholt äusserte er sich in den vergangenen Monaten zu aktuellen Debatten – auch solchen, die direkt oder indirekt die Basler Verwaltung betreffen. Das Problem: Moosbrugger ist zu fünfzig Prozent als Basler Ombudsmann eingestellt. Die Beschwerdeinstanz ist zu einem hohen Mass der Neutralität und Unabhängigkeit verpflichtet. 

Nachdem die «Schweiz am Wochenende» die Aktivitäten Moosbruggers thematisiert hat und dabei auch mehrere Grossräte leise Kritik anbrachten, kündigt er nun das vorläufige Ende seines Twitter- und Facebooktreibens an. So schreibt er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass viele seiner Beiträge «missverstanden, aus dem Zusammenhang gerissen und skandalisiert werden können», weshalb er mit dem Löschen einiger Tweets schon vor einer Woche begonnen habe. 

Moosbruggers erster Tweet

Moosbruggers zweiter Tweet

Ein ähnlicher Eintrag findet sich auch auf Facebook. Damit zieht Moosbrugger Konsequenzen, die er bereits in der «Schweiz am Wochenende» angedeutet hatte. Im Interview mit der Zeitung sagte er: «Sollten wir im Ombudsstellenteam schliesslich mittelfristig feststellen, dass in Basel das Amt als Ombudsperson mit einer auch rein persönlichen, zurückhaltenden Präsenz auf den sozialen Medien grundsätzlich unverträglich ist, werde ich meine Aktivität auf den sozialen Medien ganz einstellen.»