Michael Kessler starb kurz nach seinem 60. Geburtstag in dem Museum, das er seit über 30 Jahren als Direktor geleitet hatte. Am Freitagabend kam der Direktor des Pharmaziemuseums im Totengässlein ums Leben, als er mit einer giftigen Substanz in Berührung kam.

Die Staatsanwaltschaft schliesst Dritteinwirkung und Unfall aus. Kessler litt an einer schweren Krankheit, wie die Tageswoche in einem Nachruf am Montag schrieb. Der Apotheker war in Basel bekannt, wo er in Vereinen sowie in der Safran-Zunft sehr aktiv war und ein breites Netzwerk pflegte.

Das Gift bleibt ein Geheimnis

Die Art der giftigen Substanz, mit der sich Kessler das Leben nahm, ist noch nicht bekannt. Und sie wird auch nicht bekannt gegeben, wie Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft sagt. Derzeit laufe zwar noch eine Analyse, doch nach deren Abschluss ist kein Communiqué vorgesehen, da es sich nicht um einen Kriminalfall handle. Zudem wolle man keine Nachahmungstäter darauf aufmerksam machen.

Klar hingegen ist, dass das Gift nur mit speziellen Befugnissen zugänglich war. Andere Personen hätten sie dessen nicht behändigen können. Dennoch wurde am Freitag ein Grossaufgebot an Sicherheitskräften aufgeboten.

Staatsanwaltschaft-Sprecher Peter Gill gibt Auskunft zum Grosseinsatz in der Basler Innenstadt

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Besondere Vorsicht bei Toxizität

Dieses habe aber nicht mit der Örtlichkeit zu tun, sondern mit der Situation, wie Polizeisprecher Martin Schütz sagt: «Daraus haben sich die einzelnen Einsatzschritte ergeben. Solche Einsätze rund um Substanzen, bei denen der Verdacht auf Toxizität besteht, folgen vom Aufgebot bis zum Abschluss einem vorgegebenen Schema, das je nach Lageentwicklung vergrössert oder verkleinert werden kann.»

Insofern reichten die Angaben, dass eine Person verstorben sei und dass eine toxische Substanz freigesetzt wurde. «Dass ein Einsatzgebiet abgesperrt wird, hat aber nicht allein mit einer möglichen Gefährdung zu tun. Die Einsatzkräfte brauchen eine Arbeitsfläche, um ungehindert ihren Aufgaben nachzukommen», so Schütz weiter.