Nachdem ein Berner Gericht den Basler Polizisten Adrian Spahr wegen Rassendiskriminierung verurteilt hat, ist er vom Frontdienst abgezogen worden. Der 24-Jährige hatte als Co-Präsident der Jungen SVP des Kantons Bern auf Facebook eine Illustration geteilt, die einen Schweizer in Sennentracht zeigt, der die Nase rümpft. Weil «ausländische Zigeuner» Fäkalien hinterlassen haben. Es ging dabei um einen Transitplatz für Fahrende in Spahrs Wohnkanton Bern, den der Jungpolitiker verhindern will.

Der Verband Sinti und Roma Schweiz hatte daraufhin Anzeige erstattet wegen Verletzung der Rassismus-Strafnorm. Vor gut einer Woche sprach das Gericht eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen aus.

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Mittlerweile hat das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) gehandelt: Spahr sei vom Frontdienst abgezogen worden und derzeit nicht mehr dem Alarmpikett zugeteilt, meldet das Onlineportal Prime News. «Diese Entscheidung soll das Wohl des Mitarbeitenden wie auch die Interessen der Kantonspolizei angemessen schützen. Das angesprochene Urteil ist noch nicht rechtskräftig», wird JSD-Sprecher Toprak Yerguz zitiert.