Im Januar hat das Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie den Betrieb aufgenommen. Schon im kommenden Jahr erhält es eine eigene, provisorische Zentrale. Heute sind die 30 Mitarbeitenden noch auf verschiedene Institutionen verteilt: im Augenspital, im Friedrich-Miescher-Institut, im Basler Unispital und auf dem Novartis-Campus.

Nun hat das Unispital an der Mittleren Strasse 91 den Bau eines «Modularen Laborgebäudes» ausgeschrieben. Dieses zentrale Element sei für reibungslose Forschungs-Abläufe besonders wichtig, erklärt Unispital-Mediensprecher Thomas Pfluger auf Anfrage der bz. Das Provisorium soll im Innenhof der Augenklinik entstehen, sodass «die Forschenden des IOB und die klinisch tätigen Mitarbeitenden der Augenklinik räumlich nahe beisammen sind».

Gemeinsamer Neubau 2028

Geplant ist ein dreigeschossiger Modularbau mit einer Grundfläche von 1300 Quadratmetern. Platz, der dringend benötigt wird, denn die bisher 30 Mitarbeitenden werden rasch Zuwachs erhalten. «In den nächsten Monaten werden rund 15 neue Mitarbeitende dazukommen», erklärt Pfluger. Bis 2024 werde das Institut auf seine finale Grösse von 150 Mitgliedern anwachsen, die das Provisorium für neun Jahre nutzen werden. 2028 sollen Augenklinik und IOB in einen gemeinsamen Neubau ziehen.

Das Unispital budgetiert rund 11,4 Millionen für das Provisorium. «Das IOB soll das Investment über die neunjährige Nutzungszeit in Form von Miete zurückzahlen», so Pfluger.
Das Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie hat zum Ziel, Augenkrankheiten besser verstehen und therapieren zu können.

«Forscher und Kliniker müssen auf diesem Gebiet stärker zusammenarbeiten», heisst es auf der Instituts-Website. Ins Leben gerufen wurde es im Dezember 2017 von der Universität Basel, dem Universitätsspital und dem Pharma-Konzern Novartis. Dieser übernimmt die Hälfte der jährlichen Betriebskosten von 20 Millionen Franken. Auch der Kanton Basel-Stadt hat für die nächsten vier Jahre 12,5 Millionen Franken gesprochen. Die Leitung des Instituts übernehmen der Neurobiologe und Ophthalmologe Botond Roska sowie Hendrik Scholl, Chefarzt des Augenspitals.