Die Basler Trinkwasserversorgung soll nicht nur sicherer, die Wasserqualität soll auch verbessert werden. Um Anlagen aus den 1960er-Jahren zu ersetzen, bauen die Industriellen Werke Basel (IWB) derzeit auf dem Gelände der Trinkwasserproduktion in den Langen Erlen für rund 24 Millionen Franken eine neue Pumpstation mit Wasserreservoir. Dank der neuen Pumpstation rechnet das Basler Energieversorgungsunternehmen zudem damit, wesentliche Energieeinsparungen zu erzielen.

Nach rund 60 Jahren Einsatz seien die Pumpen und das Mischreservoir sanierungsbedürftig, teilen die IWB mit. Insbesondere die Pumpen, die das Trinkwasser von den Langen Erlen über das Netz bis in die Reservoire schicken, seien aus heutiger Sicht «überdimensioniert und unflexibel». Der Rohbau zur neuen Pumpstation stehe bereits, und erste grosse Leitungsstücke würden aktuell eingebaut. Bis zum Abschluss des Projekts betreibt IWB die bisherige Pumpstation weiter und sorgt damit auch während der Bauarbeiten jederzeit für eine sichere Versorgung des Kantons Basel-Stadt mit Trinkwasser.

Die Basler Trinkwasserversorgung benötige eine flexible Pumpleistung, denn der tägliche Verbrauch unterscheide sich stark: Während im Winter lediglich rund 55'000 Kubikmeter Wasser pro Tag benötigt werden, steige der Verbrauch an heissen Sommertagen auf mehr als das Doppelte. Die höchste Trinkwasserabgabe ins Netz habe in diesem Sommer 120'000 Kubikmeter betragen – zwei Drittel der Pumpleistung wurden im Pumpwerk Lange Erlen erbracht. (bz)