Schulhaus um Schulhaus modernisiert und erweitert Basel-Stadt bis 2020 seine Schulinfrastruktur. Die Schulraumoffensive kostet 790 Millionen Franken und geht nach Plan voran: «Wir sind auf Kurs», sagte Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Wie jedes Jahr legten er, Finanzdirektorin Eva Herzog und Baudirektor Hans-Peter Wessels einen Werkstattbericht über den Stand der Schulraumoffensive vor.

Momentan laufen an 49 Basler Schulstandorten 55 von 60 Projekten. Allein im Sommer 2014 wurde an 22 Schulstandorten saniert und umgebaut: «Es ist praktisch alles gut gelaufen», sagte Wessels. Und auch die Kosten sind unter Kontrolle: «Wir sind im Kostenrahmen», sagte Herzog.

Gute News und Sorgenkinder

Bei so vielen Projekten gibt es auch Sorgenkinder. Eines davon ist – wie schon beim letzten Werkstattbericht – der Neubau der Primarschule Volta. Geplant war dieser bisher neben dem heutigen Primarschulhaus an der Wasserstrasse. Nun zeichnet sich eine Alternative auf dem Lysbüchel-Areal ab. Das Gebäude an der Elsässerstrasse 209 soll zum Schulhaus umgebaut werden. Es gebe mehrere Gründe für die vorgeschlagene Alternativlösung, sagte die Finanzdirektorin: «Es gab Verzögerungen wegen anderen Projekten und es gibt mehr Schüler.»

Verzögert hat sich der Bebauungsplan Volta Ost; noch immer wird nach einem alternativen Standort für das Blockheizkraftwerk der Industriellen Werke Basel gesucht. Mit dem Erwerb des Lysbüchel-Areals 2013 habe sich die Möglichkeit für einen neuen Schulstandort ergeben, sagte Herzog. Sie geht davon aus, dass durch den geplanten Wohnraum in diesem Gebiet die Schülerzahlen weiter steigen werden.

Weil der Platz im Volta-Schulhaus sowieso knapp ist, stehen dort bereits Provisorien. Bis das neue Schulhaus Lysbüchel fertig ist – das wird laut Schulraumkoordinator Thomas Riedtmann rund vier Jahre dauern – ist also Raum für den Unterricht vorhanden.

Mehr Grundwasser als erwartet

Ein weiteres Sorgenkind ist der Neubau des Schoren-Schulhauses. Beim Abbruch des alten Gebäudes drang viel mehr Grundwasser in die Baugrube als erwartet. Dies könnte das Projekt um ein bis zwei Jahre verzögern, sagte Eymann. Sicher um ein Jahr verzögert sich der Ausbau des Dachstocks im Schulhaus St. Johann.

Trotz der kleineren und grösseren Störungen verläuft die Schulraumoffensive erstaunlich problemlos, waren sich die drei Regierungsräte einig. Ebenfalls schon weit fortgeschritten ist auch der Ausbau der Tagesstrukturen. Aktuell gibt es nur noch an den beiden Primarschul-Standorten Bläsi und Sevogel keine Tagesstrukturen.

Ein kritischer Faktor in der Schulraumoffensive war, bis zum Beginn des Schuljahres 2015/16 die zehn neuen Sekundarschulen bereitzustellen. Dieses Ziel werde erreicht, sagte Eymann. Mit Ausnahme des Sandgruben-Schulhauses, dessen Neubau hat sich wegen zu hoher Kosten um ein Jahr verzögert hat.