Es war eine Premiere für Elisabeth Schneider-Schneiter. Erstmals begrüsste die Baselbieter CVP-Nationalrätin am Mittwoch Abend als neue Präsidentin rund 700 Gäste aus Wirtschaft und Politik zum Neujahrsempfang der Handelskammer beider Basel.

In ihrer Ansprache bot sie einen Streifzug durch das aktuelle staats- und wirtschaftspolitische Geschehen. Dieses sei von einem weltweiten Wirtschaftsaufschwung geprägt – aber auch von politischen Unruhen. Selbst Industrieländer würden zu immer grösseren Risikoquellen: Der Internationale Währungsfonds zähle ihre politische Instabilität zu den grössten Wachstumsrisiken überhaupt.

Engagement jedes Einzelnen

In solch unruhigen Zeiten brauche es das sachpolitische Engagement jedes Einzelnen, appellierte Schneider-Schneiter an die Anwesenden: «Denn nur mit vereinten Kräften schaffen wir eine wertschöpfende und werterhaltende Zukunft.»

Weiter betonte Schneider-Schneider die Bedeutung der Steuervorlage 17. Diese sei rasch umzusetzen, um den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, die internationale Akzeptanz sowie die finanzielle Ergiebigkeit für die regionalen Unternehmen zu sichern: «Für eine so innovative und wertschöpfende Region wie die unsere ist das von enormer Bedeutung.» Dezidiert abzulehnen sei hingegen die Unternehmensverantwortungs-Initiative: «Die Auswirkungen der restriktiven Initiative wären für unseren Wirtschaftsstandort verheerend.»

Stolz zeigte sich Franz Saladin über die im letzten Jahr gestartete Initiative «Are you digital?» des Wirtschaftsverbands. In einem kurzen Film berichteten der Handelskammer-Direktor sowie Unternehmer, wie regionale KMU die Chancen der Digitalisierung nützen und daraus neue Geschäftsmodelle entwickeln können.