Der Sportchef des Basler Erstligisten FC Black Stars wurde in seiner Rolle als Immobilienmakler vor Gericht gezogen. Der Vorwurf einer Kundin: Eine zu Unrecht eingezogene Maklerprovision für das Haus an der Pfeffingerstrasse 85.

Peter Faé war optimistisch. Er meinte: Sie sei die Täterin, er das Opfer. Ihm sei die umstrittene Summe von 75'000 Franken zugestanden – Hunderte Stunden habe er aufgewendet, um die Prattler Pfarrerin bei der Abwicklung des Hauskaufs und beim Verkauf ihrer alten Liegenschaft zu unterstützen.

Faé hat sich geirrt – das Strafgericht hat ihn zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Faés Anwalt Niggi Dressler sagt, dass seinem Klienten zum Verhängnis worden sei, dass die Maklerprovision nicht im Kaufvertrag für das Haus an der Pfeffingerstrasse verankert worden sei.

Faé hatte zwar angekündigt, dass er vor Gericht beweisen könne, dass ihm diese Provision versprochen worden war. Das Strafgericht schien davon nicht überzeugt und sprach Faé des Betrugs schuldig. Er hatte die 75'000 Franken selber eingestrichen. Die Kundin, zu der er zwischenzeitlich auch privat Kontakt aufgebaut hatte, hatte geglaubt, dass es sich um eine Anzahlung ans Haus gehandelt habe.

«Natürlich hätte man die Maklerprovision schriftlich festhalten müssen», räumt Dressler ein. «Aber dass Herrn Faé ein Strick daraus gedreht wird, ist nicht korrekt.» Der Binninger Anwalt sagt, dass er den Fall weiterziehen werde. «Wir werden Berufung einlegen.»