Der Klimawandel lässt auch Basel schwitzen. Wortwörtlich, wenn es nach Chaiselongue geht:

Bazaar und Souk statt Määrt – isch wichtig,
vor e me Rothuus? Dönt nit richtig.
Vor em Palascht «El Ackermani»
gits neu au Dattle und Banani
und statt d Adväntsgass z absolviere
gohsch dur Medina go flaniere.

   

Kulturwandel ist da natürlich implizit mitgemeint. Dessen nimmt sich d Spinner-Clique an, sie spielt «e schwarzi Gugge» aus.

Glaubsch, ähnlig wie by däm Negro-Gschiss
kunnt jetz sicher no bald sone Schampediss
goot uff d Strooss und bhauptet stur
s Elsass fyhl sich belaidigt dur die Witzfigur
men yberleegi sich ärnschti Konsequänze
«gilets jaunes» marschieren uff an dr Gränze
und solang d Fasnacht dä Waggis nit abschafft – nämmli
bahlt’me im Elsass ganz aifach s Dreierdrämmli.

   


Die Wagenclique Staine Gwäggi ist übrigens auch scharf aufs Bau- und Verkehrsdepartment:

D’BVB und s Tiefbauamt
grabe gärn dr Booden um.
Gänn sich d’Schufle als in d’Hand,
do blybt kai Prässlufthammer stumm.
Mer gseen schwarz fir unsri Stadt,
kai Blatz me fir my Kaare.
Kaine findet das no glatt,
si dien an Parkblätz spaare.

   

Verkehr ist den Wagencliquen natürlich ein Herzensthema. So dichten die Plausch Brieder:

In dr Dalbe blaant men e Begegniszoone,
in dr Wäbergass duet sich soone Zoone loone,
ooni Trottoir sell ’s au fir Alti sicher syy,
es faart nur ab und zue e Velo in si dryy.

   

Klar, dass da die Stimme aus dem Elsass nicht fehlen darf. Die Güete Bonjour Clique feiert «Quatre Vins» und meint zur Basler Partnerschaft:

Uf lokaler Ewene, do het sich’s etabliert
s’Dreyer-Tram (oi wenn’s finanziell net rentiärt)
als Speelfàld vu Vandale un Gaga-Chaote –
d’sécurité lûejt am Owe jetz sälle uf d’Pfote!
Hat e Gendarme-Karre d’Ihwehjung prolongiert,
so hat letscht Johr e wiss Camionettle e 3er touchiert.

   

Zurück zu anderen Problemen. D Seibi-Mysli, die Frauen-Abteilung der Seibi, kommentiert:

Egal was hütt e Maa wott saage:
Es grootet schepps, ihm gooht’s an Graage.
Nit sälte gscheeht em das au rächt,
doch isch halt glyych nit jeede schlächt.
Was d’Frau sich wünscht? – s’isch delikaat,
denn jeedi git’s als Unikaat –
gottloob ka das als Aasatz gälte
bi dääre-n-üble Gschlächterschälte.

   

A propos: Da kommt auch d Junte vo dr Alte Richtig in Fahrt.

Ob Hyper-, Trans-, Bi-, Pansexuell
Isch alles rächt und kunnt wies’well.
Me kennt jo ooni z’iberdryybe
Die ganzi Gschicht nomool nei schryybe:
Drei Fraueli erheebe d’Händli
Und grinde ’s Schwyzer Muetterländli.
Vilicht isch none Maa drby
Im Grund gno muess’nit dringend sy...

   

Die Gugge Negro-Rhygass hat sich fürs Sujet «S’ wird äng im Bach» entschieden, also den Rummel am Rheinbord, und kommentiert:

Verbiete, was sich verbiete looht
das isch s Motto vom Grosse Root
reguliere, was sich reguliere looht
und s Lääbe in däre Stadt isch doot.
Wotsch Di denn emool so richtig profiliere
muesch gar nit lang drum ume studiere
Saisch aifach, i beharr uff mim Wille
und due jetzt do im Root mi Buschi stille.

   

Zu ihrem Namen äussert sich die Gugge nicht. Das tut aber die Schnäderänte Clique. Und zwar so:

Au maint sone Studäntedepp, dodure verstoht
är kai Gschpass,
d Negro Rhygass sig um z’taufe, sofort in
Negro Utegass.