Eine Party im Basler Club Sud sorgte Anfang April für Ärger bei den Anwohnern. Die Veranstaltung richtete sich an Jugendliche ab 16 Jahren und wurde regelrecht überrannt. Es seien deutlich mehr Jugendliche erschienen, als im «Sud» überhaupt Platz hatten. Deshalb tummelten sich viele Partygänger vor dem Club im Wettsteinquartier und hinterliessen eine Menge Abfall, wie das «Regionaljournal» von SRF berichtet.

Die Rhyschänzli-Gruppe, die das «Sud» betreibt, entschuldige sich im Nachhinein brieflich bei den Anwohnern für Lärm und Littering. Auf diesen Brief hätten sie eine Menge Antworten erhalten, sagt Hèrmes Beurret von der Rhyschänzli-Gruppe zum «Regionaljournal». Und die Rückmeldungen seien nicht nur negativ ausgefallen. «Mehrere Leute sagten, wir sollen zwar auf den Lärm und das Littering achten, allerdings auch den Jugendlichen weiterhin eine Plattform geben.»

Das sei gar nicht so einfach, tönt Tom Wieger an. Er ist Organisator der Party im «Sud» und organisiert unter dem Namen «SBN-Crew» mit Gleichgesinnten immer wieder Partys für Jugendliche an verschiedenen Orten in der Stadt. «Viele Clubs sagen uns direkt ab, wenn wir eine Party für Jugendliche ab 16 Jahren veranstalten möchten», sagt er zum «Regionaljournal».

Für Clubs sei diese Zielgruppe nicht sehr attraktiv, da die Teenager nur wenig an der Bar konsumieren und oft vor dem Club Lärm machen. Doch die Nachfrage nach Veranstaltungen ab 16 Jahren sei gross, was auch der Ansturm auf die Party im «Sud» zeigte.

Auch das Komitee «Kulturstadt Jetzt» kenne das Problem, sagt Geschäftsleiterin des Komittees, Jo Vergeat. «Am besten würden neue Angebote gemeinsam mit den Clubbetreiberinnen und -betreibern geschaffen», schlägt sie vor. Dabei könne darauf geachtet werden, dass es vor den Clubs ruhig bleibe. (zam)