Es gab zwei beherrschende Themen rund um die Demo der Linken zum Tag der Arbeit: den Regen und einen klitzekleinen, aber ziemlich entscheidenden Fehler: Auf dem grossen Transparent, das die Granden der Basler Sozialdemokratie vor sich hertrugen prangte in fetten Lettern: «Gemeinsam kämpfen – für eine strake AHV». Kommentare wie, «saggstrak» gehörten da noch zu den netteren.

Inhaltlich ging es an der Demo, die rund 1000 Menschen besuchten, vor allen Dingen um ebenjene AHV. Aber auch um die Renten im Allgemeinen, um Fremdenfeindlichkeit in Zeiten der Migrationsströme und Flüchtlingskrisen und um «Steuergeschenke an die Reichen». Die geschäftsführende Sekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Dore Heim, kritisierte, die Bürgerlichen würden die Sozialpartnerschaft gefährden. Auch das Rentenalter 67 nahm sie ins Visier. Und nutzte die Gelegenheit auch gerade, um für die Initiative «AHVplus» die Werbetrommel zu rühren. Diese verlangt höhere Renten.

Traditionen leben weiter

Der Demonstrationszug nahm die übliche Route, vom Messeplatz über die Mittlere Rheinbrücke bis zum Marktplatz, wo die Reden stattfanden. Unter Absingen der Klassiker des sozialistischen Kampfliedgutes wurden die Fahnen verschiedenster Gewerkschaften und linker Parteien geschwenkt. Auch die Zusammensetzung des Umzuges war ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Vorab die SP und die Gewerkschaften, gefolgt von den diversen Migrantenorganisationen, ausländischen Linksgruppierungen und irgendwo, ganz verloren, ein paar Autonome. Nach dem Ende der Reden spazierten die versammelten Protestierenden auf den Barfüsserplatz zum traditionellen Beisammensein in Plastikzelten, auf die der Regen prasselte.