Es geht dabei um Zeedel, die von sogenannten «Harus-Waagis 2009» in Umlauf gebracht worden sind. Unter dem Titel «Mir mache doch nid dr Näger» wird der türkischstämmige Student beleidigt, der die Debatte um die beiden Guggen Negro-Rhygass und Mohrekopf losgetreten hatte. Diverse Medien äusserten den Verdacht, dass Rechtsextreme hinter dem Zeedel stehen könnten. So ist Harus nicht nur ein Gruss der rechtsextremen Frontenbewegung aus den 30er-Jahren, sondern auch der Name der Pnos-Zeitschrift. Gegenüber dem Onlinemedium «nau.ch» bestritt Tobias Steiger, Präsident der Basler Pnos-Sektion, etwas von den Zeedeln zu wissen.

Die Basler Staatsanwaltschaft kann bis heute mit keinen neuen Erkenntnissen aufwarten. «Hinweise auf eine Täterschaft konnten bislang keine ermittelt werden», sagt Kriminalkommissär René Gsell auf Anfrage. «Auch beim Fasnachts-Comité sind die ‹Harus-Waagis› nicht bekannt.» Das Strafverfahren werde aber weitergeführt.

Auf jeden Fall ungeschoren kommt die Alte Garde der Alten Stainlemer davon. Diese hatte auf ihrer Laterne eine Überfremdung im Kleinbasel thematisiert. Die Staatsanwaltschaft hatte hier aber keinen Straftatbestand erkannt.