In den vergangenen Wochen ist ein Orkan auf die Guggemusik Negro Rhygass eingebrochen. Plötzlich sah sich die Gugge mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert, nachdem auf sozialen Netzwerken Kritik am Logo geäussert wurde.

Warum die Woge der Empörung und Gegen-Empörung genau gegen die Guggemusik Negro Rhygass brandete, ist nicht ganz verständlich, gibt es doch zahlreiche Fasnachtsformationen, die direkt oder indirekt Bezug nehmen zu Logos und Namen, die heute wohl schwer erklärbar wären.

Entsprechend emotional war die Debatte auch am Mittwochabend, als die Mitglieder sich zum ersten Mal besprachen. Dies berichten Anwesende gegenüber der bz. Präsident Niggi Schmieder hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Gugge wolle sich über Logo und Namen Gedanken machen.

Zu einer Änderung kommt es nun vorerst nicht. Zu aufgewühlt seien die Mitglieder gewesen, heisst es. Diese Diskussion werde die Negro noch für längere Zeit begleiten, ist zu vernehmen. Die Gugge teilt sich mittlerweile über Communiqués mit, nachdem sie zeitweise von Anfragen schier überrannt worden war. (bro)

Grossandrang am Soli-Marsch für Basler Guggen ++ Anti-Rassismus-Demo auf der Wettsteinbrücke

Grossandrang am Soli-Marsch für Basler Guggen, Anti-Rassismus-Demo auf der Wettsteinbrücke

Am Freitagabend, 17.8., fand ein Solidaritätsmarsch für die Basler Guggen Negro-Rhygass und Mohrekopf statt. Hunderte Menschen nahmen daran teil. Der Umzug der Guggen führte vom De-Wette-Park zum Wettsteinplatz. Auf der Wettsteinbrücke kam es zu einer Intervention von Anti-Rassismus-Aktivisten, die sich aber nach einigen Minuten wieder auflöste. Vor dem Waisenhaus endete der Zug mit einem Platzkonzert.