Auf dem Flugplatz Fricktal-Schupfart werden auch im Jahr 2020 keine Rotoren von startenden und landenden Rega-Helikoptern zu hören sein. Zwar sei gemäss einer kürzlich abgeschlossenen Machbarkeitsstudie eine Standortverlegung vom Basler Euro-Airport nach Schupfart möglich, sagt Harald Schreiber vom Rega-Mediendienst. Aber: «Aus Gesprächen mit der Direktion des Euro-Airports Basel ist hervorgegangen, dass gute Aussichten auf eine Verlängerung des bestehenden Baurechts bestehen.»

Bernhard Horlacher, Gemeindeammann von Schupfart, ist erleichtert, dass der Flugplatz Fricktal-Schupfart als neuer Standort für eine Rega-Einsatzbasis nicht mehr infrage kommt: «Dies erspart uns einen grossen bürokratischen Aufwand.» So müssen keine Zonenänderungen vorgenommen werden und auch personelle und finanzielle Ressourcen werden eingespart. Zudem sei es nicht abzusehen gewesen, wie die Einwohner Schupfarts auf den neuen Rega-Standort in ihrer Gemeinde reagiert hätten: «Die Gemeinde-Einwohner sind eine paradiesische Ruhe gewohnt. Mit dieser wäre es dann wohl vorbei gewesen», nimmt Horlacher an. Und er schiebt nach, dass vor allem der Nachtflugverkehr einige Einwohner auf die Barrikaden gebracht hätte.

Für Roger Stieger, Präsident des Aero-Club der Schweiz, Sektion Fricktal, halten sich Pro und Contra die Waage: «Zwar bedeutet eine Rega-Einsatzbasis in Schupfart einen enormen Prestigegewinn für den Flughafen, jedoch wäre der Realisierungsaufwand enorm gewesen.»
Ähnlich wie Horlacher befindet auch Stieger, dass die Lärmemissionen in der Gemeinde wohl ein grosses Konfliktpotenzial freigesetzt hätten. Der normale Flugverkehr wäre jedoch durch vier oder fünf Rega-Flüge pro Tag nicht beeinträchtigt worden, nimmt Stieger an. Der Flugplatz Schupfart befindet sich zwischen Schupfart, Wegenstetten und Hellikon.

Ergebnis ist überraschend

Die Machbarkeitsstudie der Rega testete den Flugplatz als neuen Standort auf die räumliche Machbarkeit, Integration in die bestehende Infrastruktur, luftfahrttechnische Gegebenheiten, Erschliessung, Umwelt sowie Fluglärm. «Die Studie kommt zum Schluss, dass der Bau einer Rega-Basis luftfahrttechnisch realisierbar wäre», sagt Schreiber. Für Horlacher ist das Ergebnis der Studie etwas überraschend: «Ich hätte nicht gedacht, dass dieses so klar positiv ausfällt.»
Nun hoffen sowohl Horlacher als auch die Rega, dass die Direktion des Euro-Airports in den nächsten Monaten grünes Licht für eine Verlängerung des Baurechts am Flughafen geben wird.