Seit mehr als drei Jahrzehnten bringt das Basler Restaurant «Tapadera» an der Inneren Margarethenstrasse nahe der Markthalle zeitgenössische mexikanisch-spanische Küche auf die Tische. Damit ist bald Schluss, wie die Besitzer Béatrice und Peter Sattler auf der Webseite des Restaurants ankünden: «Nach 30 Jahren mit vielen wunderschönen Erlebnissen und Begegnungen werden wir das Restaurant Ende März 2019 schliessen.»

Es war ein Rückzug mit Ansage; seit Herbst hielt sich das entsprechende Gerücht, jetzt ist es offiziell. «Ich denke, man sollte aufhören, wenn es noch gut ist», sagt Béatrice Sattler zur bz. Ihr Ehemann ergänzt: «Es tut schon weh. Unser grösstes Problem waren in den vergangenen Jahren die Sommermonate. Wir haben hier keine Möglichkeit, rauszustuhlen – und das haben wir entsprechend gespürt. Ja, es war brutal.»

Keine Entlassungen

Von der kulinarischen Bühne verschwinden werden die Sattlers indes nicht. 2011 haben sie den «Rollerhof» im Museum der Kulturen von Dominic und Astrid Lambelet übernommen und daraus ein Museumsbistro gemacht. Man wolle sich nun ganz auf den «Rollerhof» am Münsterplatz konzentrieren. «Wir werden dort ausgewählte Tapadera-Spezialitäten weiterführen», so Béatrice Sattler. Und neu habe das Bistro ab Mai 2019 auch abends offen, jeweils donnerstags, freitags und samstags.

Wegen der Schliessung der «Tapadera» kommt es laut den Sattlers zu keinen Entlassungen. Einer der Mitarbeiter wird pensioniert, die anderen Angestellten – inklusive Koch – im «Rollerhof» weiter beschäftigt.

Bereits geschlossen hat das «Wiener Beisl» an der Feldbergstrasse. Vor einem Jahr schon ging das Gerücht um, das Wirt Uli Künzer damals als «Schmarrn» kommentierte. Doch nun sind die Läden dicht. Auf Rating-Plattformen wurde zwar der Service, nicht aber die Qualität des Essens gelobt. Damit ist das «Beisl» nach ein bisschen mehr als einem Jahr bereits am Ende.