Nach dem Diebstahl in der Raiffeisen-Bank am Aeschenplatz, bei dem ein Millionenbetrag aus insgesamt 22 Schliessfächern entwendet wurde, hat die Bank reagiert. Schweizweit betreibt Raiffeisen mehrere 24h-Kunden-Safeanlagen. Bei einigen dieser 24h-Kunden-Safeanlagen wird der Zugang sicherheitshalber bis auf weiteres nur noch zu den Schalteröffnungszeiten möglich sein. Zur genauen Anzahl gibt die Raiffeisen keine Auskunft.

Wie genau es der Täterschaft gelungen ist, an den Inhalt der Schliessfächer zu gelangen, wird derzeit untersucht. Entsprechend zurückhaltend sind Bank und Staatsanwaltschaft mit Details zur Funktion der Anlage. Die Raiffeisen-Bank betreibt auch an den Standorten Pfäffikon, Wollerau und Galgenen automatische Tresore. Dort sind nebst eines PIN-Codes eine «codierte Tresorkarte» sowie ein zusätzlicher Schlüssel nötig, um ans eigene Tresorfach zu gelangen.

Unbefugt Zugang verschafft

Ob die auf der Website der Raiffeisenbank Zürichsee beschriebenen Anlagen baugleich mit der in Basel eingesetzten Anlage sind, ist unklar. Zur Basler Anlage erklärt Chiavi lediglich: «Die 24h-Kunden-Safeanlage befindet sich in einem Raum. Der Kunde kann sich sein Tresorfach mittels Zugangskarte und seiner persönlichen Identifikationsnummer automatisch heraufholen lassen.»

Unbefugte hätten sich Zugang zur 24-Stunden-Safeanlage verschafft und die Anlage «manipuliert», sagt Chiavi. Es handle sich bei der Anlage nicht um eine Eigenentwicklung, sondern um das Produkt eines Herstellers. Weitere Details würden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.

Bei der Basler Staatsanwaltschaft laufen die Untersuchungen auf Hochtouren, nachdem am Montag vor einer Woche die erste Anzeige eingegangen war. Kriminalkomissär Peter Gill sagt: «Die Ermittlungen haben bisher noch nicht zu einer Festnahme geführt. Nebst einer Spurensuche vor Ort werden auch Videoaufnahmen analysiert. Wir gehen aktuell von rund zwei Dutzend Geschädigten aus.»