Entscheide, die sich auf die Zeit ab 2020 auswirken, sollen aufeinander abgestimmt und zusammen gefällt werden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag heisst. Ziel sei auch, eine Geschäftsstrategie und eine operative Planung für die erste Zeit unmittelbar nach der Fusion zum Universitätsspital Nordwest (USNW) auszuarbeiten.

Im Weiteren sollen Schlüsselpositionen rechtzeitig aufgestellt und Vertragswerke mit Dritten schon vor der Fusion verhandelt und ausgearbeitet werden. Der Kooperationsvertrag hält gemäss Mitteilung zudem fest, dass keine Entscheide gefällt werden, die im Falle eines Scheitern der Fusion für einen der Partner nachteilig sein könnten.

Im vergangenen Jahr hatten USB und KSBL mit Blick auf die geplante Fusion bereits Kooperationsvereinbarungen für zwei Bereiche abgeschlossen: Eine Zusammenarbeit gibt es bei den Augenkliniken und in der hochspezialisierten Viszeralchirurgie (Bauch).

Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft hatten die Staatsverträge zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung und zur Spitalgruppe im Februar den Parlamenten überwiesen. Ziele sind eine optimierte Gesundheitsversorgung, eine deutliche Dämpfung des Kostenwachstums und die langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region.

Am Montag hatten die beiden vorberatenden Parlamentskommissionen ihre Zustimmung zum Projekt bekannt gemacht. Die geplante Fusion der öffentlichen Spitäler zu einer gemeinsamen Spitalgruppe ist jedoch insbesondere in Basel-Stadt umstritten. Die Staatsverträge werden im Herbst im Grossen Rat und im Landrat behandelt. Der Start des gemeinsamen Spitals ist auf 1. Januar 2020 vorgesehen.