Jean-Pierre Lavielle (80), Präsident des Verwaltungsrats des Euro-Airport (EAP), ist am Donnerstag an den Folgen eines Schwächeanfalls in einem Bergdorf in den Haute-Savoie, gestorben, berichten die elsässischen Tageszeitungen übereinstimmend. Wiederbelebungsversuche waren gescheitert.

Lavielle war bis 2015 Präsident der südelsässischen Industrie- und Handelskammer, die traditionell den Präsidenten des EAP stellt, aber mit der französischen Gebietsreform in eine grössere Struktur aufgegangen ist. Der EAP-Direktor ist dafür stets ein Schweizer.

Lavielle ist ausgebildeter Chemiker und war stets in der Chemie tätig. So war er unter anderem Direktor von Sandoz Huningue (F) und von 1996 bis zu seiner Pensionierung 2000 Direktor von Clariant, ebenfalls in Huningue.

Lavielle wurde im November 2006 in den Verwaltungsrat des EAP gewählt, teilte der Flughafen in einer Medienmitteilung mit. «Von einem wahren binationalen Geist beseelt, engagierte er sich für exzellente französisch-schweizerische Beziehungen», heisst es darin weiter.

Lavielle war verheiratet und Vater zweier Töchter. »Bis zur Nominierung eines neuen Präsidenten übernimmt der Schweizer Vizepräsident Raymond Cron die Leitung des Verwaltungsrats sowie alle Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten des Präsidenten», so die Mitteilung weiter.