Da haben die SBB einen zwölf Meter langen Bildschirm in Basel montiert und zeigen nur auf einem Drittel etwas an. Nicht wenige Passanten wundern sich über die schwarze Fläche, die am Ende der Passerelle im Bahnhof SBB über den Rolltreppen prangt. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die SBB auf einem Schild neben dem Treppenabgang schreiben: «Sie kann im Fall noch mehr.»

Gross angekündigt wurde die neue digitale Anzeige im Basler Bahnhof SBB bereits Anfang Jahr. Damals klaffte ein grosses Loch, wo vorher eine Tafel den Weg zur Stadt und dem französischen Bahnhof wies und einem unaufhörlich Werbung grell blendete.

Diese beiden Anzeigen wurden durch eine grosse ersetzt – zwölf Meter lang und zwei Meter hoch. Sie bekommt sogar eine eigene Eröffnungsfeier.

«Technisch aufwendig»

«Das bestehende Werbeboard müssten wir ohnehin ersetzen, weil es das Ende seiner Lebenserwartung erreicht hat», schreiben die SBB auf Anfrage. Um Synergien zu nutzen, seien gleich beide Tafel durch den grossen Screen ersetzt worden. Die Arbeiten wurden im Februar durchgeführt.

Die Werbeanzeigen, die seit März über einen Drittel der Fläche flimmern, seien erst der Anfang. Im Juni folge dann der Rest. Die «Aufarbeitung geeigneter Elemente» für die digitale Anzeige sind technisch aufwendig, geben die SBB Auskunft. Deshalb habe man sich auch dafür entschieden, abzuwarten, bis die definitiven Inhalte für die grosse Leinwand stehen.

Schweizweites Pilotprojekt

Was genau auf der Anzeigetafel angezeigt wird, verraten die SBB noch nicht. Das werde an der Eröffnungsfeier im Juni preisgegeben. Nur so viel: «Ziel ist es, die Orientierung im Bahnhof für die Reisenden zu erleichtern.» Sprich, der Bildschirm soll weniger Ortskundigen helfen, «einfacher vom Bahnhof zu Bus, Tram, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsorten zu gelangen».

Bei Tafel und Software handle es sich um ein schweizweites Pilotprojekt, teilen die SBB mit. Entsprechend gross ist der Abstimmungsbedarf – insbesondere zwischen den Schnittstellen zu anderen Infosystemen. Die SBB lassen sich dementsprechend Zeit.

Momentan werden die Inhalte noch getestet – Anfang Juni kann dann alles präsentiert werden. Bis dahin müssen Pendler und Reisende einen schwarzen Bildschirm anschauen.