Die Basler Bürgerlichen unterteilt Anita Fetz im Interview mit der «Schweiz am Sonntag« in eine «Boygroup» und eine «Young-Boygroup».

Die «Boygroup» bestehe aus den älteren bürgerlichen Männern Ueli Vischer (LDP), Jörg Schild (FDP), Christoph Eymann (LDP) und Carlo Conti (CVP). Anita Fetz: «Die haben zusammen studiert und Fussball gespielt. Sie haben sich gegenseitig geholfen, in die Ämter zu kommen. Nach der Regierung in die Verwaltungsräte.»

Die Frauen hätten da keine Chance gehabt. Und nun stehe die «Young-Boygroup» schon in den Startlöchern: Baschi Dürr (FDP), Conradin Cramer (LDP), Lukas Engelberger (CVP). «Die jungen bürgerlichen Frauen merken nicht, dass sie deshalb auch in Zukunft keine Chance haben werden», so Fetz. Weil sich die Young-Boygroup auch wieder 16 Jahre an der Macht halten werde.

Die SP-Ständerätin schaltet sich deshalb in den Basler Wahlkampf ein. Sie empfiehlt dem CVP-Kandidaten Lukas Engelberger, sich um seine drei kleinen Kinder zu kümmern. Die Grande Dame der SP erteilt dem «Youngboy» einen mütterlichen Rat: «Kinder brauchen ihre Väter live. Waschtage bringen da zu wenig.»

Fetz kündet an, dem Unterstützungskomitee von GLP-Kandidatin Martina Bernasconi beizutreten. Nicht nur, weil diese eine Frau sei. Fetz lässt sich mit der Aussage zitieren, dass es auch den einen oder anderen Inhalt von Bernasconis Wahlprogramms gebe, den sie unterstützenswert fände.