Es ist nicht so, dass es die Vereinigung für eine Starke Region Basel/Nordwestschweiz der Unesco nachmacht. Vielmehr ist die Aufnahme der Basler Fasnacht ins Unesco-Weltkulturerbe der Grund, weshalb die «drey scheenschte Dääg» am Dienstagabend am Neuen Theater in Dornach ausgezeichnet wurden.

Die Laudatio hielt vor zahlreicher regionaler Prominenz der Solothurner Regierungsrat Remo Ankli. Als Schwarzbube ist er zumindest nahe dabei. Denn die Basler Fasnacht sei nicht auf die Stadt beschränkt. «Es ist ein Anlass, an dem die Teilnehmer aus der ganzen Region kommen, aus dem Schwarzbubenland, dem Baselbiet und dem Fricktal. Es ist das gleiche Gebiet, das – wenn auch durch Kantonsgrenzen geteilt – eine logische Einheit diesseits des Juras bildet», sagte Ankli gemäss dem vorab zugestellten Redetext. Ein Aufnahmekriterium der Unesco sei die «Einzigartigkeit» gewesen. Unter diesem Aspekt hätte man «auch den Schwarzbuben auszeichnen können».

Damit redete Ankli die Fasnacht aber nicht klein. Denn: «Die Einzigartigkeit der Basler Fasnacht kommt in ihrem immensen kulturellen Schaffen zum Ausdruck.» Und das wird auch so bleiben. Es müsse schon viel geschehen, damit die Unesco der Fasnacht das Weltkulturerbe-Label entziehe. Zum Beispiel, wenn nach dem Morgestraich «nur noch Züri-Gschnätzlets anstatt Mehlsuppe serviert würde». (dsi)