«Die Lärmbelastung der Bewohner an den betroffenen Umleitungsstrassen hat mit dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen heute ein Mass angenommen, welches unzumutbar ist», schrieben die Petitionäre aus den Quartieren Riehen Ost und Kornfeld im April. «Und die Behörden, was haben sie zum Schutz der Bevölkerung in der Sache unternommen? Sie haben die Anwohner um Verständnis gebeten, die Anliegen marginalisiert und alle unserer Vorschläge für griffige Massnahmen gegen den Lärm zurückgewiesen und abgelehnt.» Die Unterzeichnenden forderten für die jetzige Umleitung aber auch für künftige generell Tempo 30.

Die Forderung nach Tempo 30 auf der aktuellen Umfahrung wiesen der Gemeinderat und der Einwohnerrat schon zweimal zurück. Dass nun bereits die dritte Petition auf dem Tisch lag, wertet ein Teil der Kommission als Zeichen der wirklichen Not, andere empfanden dies als «Zwängerei». Die Petitionskommission lehnte das Anliegen auch dieses Mal ab. Die Fraktionssprecher von SVP, CVP und GLP erinnerten nochmals dezidiert daran, dass Anwohner der Äusseren Baselstrasse und der Lörracherstrasse andauernd dem Verkehrslärm ausgesetzt sind und jetzt noch den Baulärm ertragen müssen. «Von da hören wir fast nie etwas», erinnerte unter anderem David Moor (GLP). Die SP brachte Verständnis für das Anliegen der Anwohner der Umfahrungsstrassen auf. Ihr Antrag für Tempo 30 war genauso chancenlos wie der Antrag der EVP, Tempo 30 auf Umfahrungsstrassen in den Stosszeiten am Morgen einzuführen.

Landwirt half Bäume wässern

SVP-Einwohnerrat Peter A. Vogt hat vor zehn Tagen die Bevölkerung dazu aufgerufen, die nach Wasser lechzenden Bäume entlang der Bäumlihofstrasse zu wässern. Nun kritisierte Vogt auch die Gemeindegärtnerei, die auf eine Bewässerung der Bäume verzichtete. Bei der Basler Stadtgärtnerei bekam er die Auskunft, dass diese das Wässern wie Bern und Zürich handhabe.

«In Basel ist es wärmer und trockener als in Bern und Zürich. Wenn man sich auf solche Dinge beruft, ist man etwas neben den Schuhen», schimpfte Vogt. Mittels Interpellation wollte er nun wissen, wie und wann die Bäume bewässert werden. Gemeinderat Felix Wehrli (SVP) betonte, dass sich dieses Jahr sowohl Mitarbeiter des Reintegrationsprogramms sowie Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr an der Bewässerung beteiligten, auch ein Landwirt mit seinem Tankwagen sei zum Einsatz gekommen. Gemäss Wehrli überstieg dieses Jahr der Aufwand der Gemeindegärtnerei fürs Bewässern durchschnittliche Jahre um rund 60 Prozent.

Der Fokus der Bewässerung gelte aber den jungen, frisch gepflanzten Bäumen.
Erfolg für CVP-Einwohnerrat Patrick Huber: Der Gemeinderat liess sich seinen Anzug für die Abschaffung von Mieten für die Sportinfrastruktur für Vereine überweisen. Aus dem Parlament selber gab es dagegen keinen Einspruch.