Es ist nicht mehr so dramatisch wie vergangene Woche, dennoch: Für eine Entwarnung wäre es zu früh. Die Fische in den Gewässern des Kantons leiden nach wie vor unter dem Hitzesommer, wie der Kantonale Fischereiaufseher Hans-Peter Jermann auf Anfrage der bz sagt. Entsprechend bestehe weiterhin die Gefahr, dass Fische sterben. Zwar seien die Wassertemperaturen in der kühleren Nächte gesunken und hätten vor allem in der Wiese und der Birs zu einer Entlastung beigetragen.

«Die Wasserstände sind aber nach wie vor auf sehr tiefem Niveau, weshalb die Fische, die sich in den tieferen Gewässerstellen eingefunden haben, noch keine ausreichenden Ausweichmöglichkeiten vorfinden», sagt Jermann. Für eine Entschärfung der Situation brauche es eine längere Regenphase, so dass die Gewässer eine konstant höhere Wasserführung aufweisen und die Fische sich wieder auf das gesamte Gewässer verteilen können. Für eine generelle Entwarnung sei es demnach noch zu früh: Die Wetterprognosen sagen derzeit keine längere Regenperiode voraus. 

Hitzetod bei Rhein-Fischen: Das sagt die Fischereiverwaltung

Hitzetod bei Rhein-Fischen: Das sagt die Fischereiverwaltung

Im Rhein bei Schaffhausen schwimmen derzeit viele Fische mit dem Bauch nach oben – die 27,6 Grad Wassertemperatur sind ihnen zu viel. Andreas Vögeli, Jagd- und Fischereiverwalter des Kantons Schaffhausen, erklärt im Interview mit Keystone-SDA, was gegen das Fischsterben unternommen wird, was dessen Langzeitfolgen oder Schäden sein könnten und ob die Petition zum Gewässerschutz für 2030 zu spät kommt.