Der Anstieg bei der so genannten Betriebsleistung als Umsatzgrösse resultierte aus einem höheren Stromhandelsvolumen zu gestiegenen Strommarktpreisen, wie die IWB-Verantwortlichen am Freitag vor den Medien sagten. Zum anderen sei er die Folge einer witterungsbedingt höheren Stromproduktion in den ausländischen Wind- und Solarkraftwerken.

Claus Schmidt, seit April CEO der IWB, sprach von einem operativ erfolgreichen Jahr. Der Stromverkauf an IWB-Endkunden stieg um 16,4 Prozent auf 1239 Gigawattstunden (GWh). Zurückzuführen sei der Anstieg auf den freien Markt. Die IWB hätten neue Kunden gewinnen und frühere Kunden zurückgewinnen können - darunter auch Grosskunden.

Rückläufig waren dagegen aufgrund der wärmeren Witterung die Absatzmengen von Fernwärme und Gas: Der Fernwärmeabsatz ging um ein Prozent auf 869 GWh zurück, der Erdgasverkauf um 4,1 Prozent auf 2826 GWh. Leicht höher als im Vorjahr war der Trinkwasserverkauf: Dieser stieg um 0,5 Prozent auf 21,9 Millionen Kubikmeter.

Verrechnungsstopp wirkt sich aus

Auswirkungen auf die Betriebsleistung hatte auch ein Urteil des Bundesgerichts vom März 2017. Für die Überwälzung der Konzessionsgebühr an die Kunden hatte eine Rechtsgrundlage gefehlt. Dadurch kam es ab April 2017 zu einem Verrechnungsstopp, was die Betriebsleistung im vergangenen Jahr um rund neun Millionen Franken gemindert hat.

Auf das Gesamtergebnis wirkt sich der Verrechnungsstopp indes gemäss Geschäftsbericht nicht aus. Die IWB mussten die Konzessionsgebühr auch nicht mehr dem Kanton vergüten.

Die Konzession erlaubt der IWB die Nutzung der Basler Allmend für Bau, Betrieb und Unterhalt von Leitungen und Bauten, die der Energieversorgung dienen. Nach einer Gesetzesänderung fliesst seit März 2018 wieder Geld.

Wertberichtigungen auf Produktionsanlagen

Um 26 Prozent auf 104 Millionen Franken gestiegen sind 2017 die Abschreibungen und Wertbeeinträchtigungen. Auf inländischen Grosswasserkraftwerken sowie Windkraftanlagen im Ausland nahmen die IWB Wertberichtigungen von insgesamt rund 20 Millionen Franken vor, wie Finanzchef Michael Ackermann sagte. Nach derzeitigen Einschätzungen hätten sich die Zukunftsaussichten verschlechtert.

Einmalig 23 Millionen Franken an Rückstellungen tätigten die IWB für Energiebezugsverträge von Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen im Kanton Basel-Stadt. Die IWB sind verpflichtet, den Betreibern die produzierte Energie anzunehmen. Aufgrund eines Regierungsentscheid muss dies trotz Anpassungen auf Bundesebene zu den bisherigen, über den Marktpreisen liegenden Tarifen geschehen.

Weniger Gewinnausschüttung an Basel-Stadt

Die Investitionen betrugen im vergangenen Jahr 142 Millionen Franken. Sie wurden erneut vollständig selbst finanziert. Der grösste Teil der Gelder floss gemäss Geschäftsbericht in die Erneuerung der lokalen Versorgungsnetze und Versorgungsanlagen.

Aus dem Ergebnis 2017 liefern die IWB an den Kanton Basel-Stadt eine Gewinnausschüttung von 22 Millionen Franken ab, gegenüber 37 Millionen Franken im Vorjahr. Die Gesamtleistungen und Abgaben an den Eigentümer Basel-Stadt betragen 52 Millionen Franken. Der Personalbestand stieg von 791 auf 806 Vollzeitstellen.