«Es reicht!» Die Grünliberalen wehren sich gegen «weitere Schnellschüsse bei der Regulierung der öffentlichen Schule im Kanton Basel-Stadt auf Kosten der erst elfjährigen Primarschüler». Morgen Mittwoch reicht die Partei deshalb eine Petition mit knapp 600 Unterschriften gegen die vom Erziehungsdepartement unter LDP-Regierungsrat Conradin Cramer beschlossene Anpassung der kantonalen Schullaufbahnverordnung ein.

Mit der Anpassung entscheidet neu das Zeugnis des ersten Semesters in der 6. Primarschulklasse über die Einteilung in einen der drei Leistungszüge der Sekundarschule. «Dies hat zur Folge, dass eine allfällige Leistungssteigerung der Schüler im zweiten Semester wirkungslos bleibt, dafür sich aber ein Leistungsabfall in diesem Zeitraum negativ auf die Zuteilung auswirkt», kritisieren die Grünliberalen. Gleichzeitig hätten die Lehrpersonen von der Primarschule bis zum Gymnasium neue Weisungen über die künftige Notengebung erhalten. Ziel: die überdurchschnittliche Gymnasialquote zu senken.

Dagegen wehrt sich die GLP. Das Erziehungsdepartement habe die Anpassung einfach durchgesetzt. Es brauche aber eine transparente und lösungsorientierte Entscheidungsfindung unter Einbezug der Fachgremien aus Bildung, Wirtschaft und Politik. «Wir sind überzeugt, dass diese Anpassung mehr Schaden bei den Schülern anrichtet, als sie Nutzen bringt.» Eine allfällige Leistungssteigerung im letzten Semester der Primarschule solle sich nach wie vor lohnen. Deshalb sei die Anpassung rückgängig zu machen, fordert die GLP.