Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) kommen nicht zur Ruhe. Nach verschiedensten Rücktritten ist es nun der Leiter Personaleinsatz, der «auf eigenen Wunsch» sein Amt abgibt und wieder Sachbearbeiter wird. Das meldet «Telebasel» und bezieht sich dabei auf ein internes Schreiben an die BVB-Mitarbeitenden.

Der Leiter Personaleinsatz ist für die Dienstpläne zuständig, die gemäss einer Mitarbeiterbefragung, welche die bz bekannt gemacht hatte, einer der Gründe für das schlechte Betriebsklima sind. Die Planer nähmen keine Rücksicht auf die Gesundheit des Fahrpersonals, wird moniert. Ruhetage seien viel zu kurz. Auch müssten aufgrund der hohen Krankheitszahlen ständig Kollegen aus ihren freien Tagen geholt werden, um den Betrieb überhaupt noch aufrechterhalten zu können.

«Telebasel» wirft nun die Frage auf, ob der bisherige Leiter Personaleinsatz die Nase voll gehabt habe vom Personalmangel und der daraus resultierenden Unmöglichkeit, seinen Job zur Zufriedenheit der Kollegen zu erfüllen. Von der BVB gibt es darauf keine Antwort – wegen Persönlichkeitsschutz.

Eigentlich hatte die BVB-Spitze im vergangenen Jahr angekündigt, ab 2019 die Dienstplan-Situation massiv zu verbessern. Im November aber folgte die Kehrtwende: Das Management stellte fest, dass für die Reformen das nötige Personal fehlt. Umso mehr wird vom Personal der Sparkurs der Unternehmensspitze infrage gestellt, welcher viel weiter geht als die Vorgabe der Politik.