Insgesamt waren laut einem Communiqué des EuroAirport von Mittwoch nach Mitternacht rund 3700 Passagiere betroffen. 2900 Passagiere konnten am Dienstagabend nicht mehr nach Basel fliegen; einige Flüge wurden zudem umgeleitet, etwa nach Zürich oder Stuttgart, wie beim EuroAirport zu erfahren war.

Für die rund 800 am Flughafen Basel-Mülhausen gestrandeten Passagiere besorgten Swissport respektive die Fluggesellschaften Unterkünfte in der Umgebung. Das habe gut geklappt, sagte eine Flughafensprecherin am Mittwoch. Der EuroAiport habe selber einige hundert Notbetten für Krisensituationen, aber diese kämen nur in echten Notfällen zum Einsatz.

Auch nach Ende der - für einmal ausnahmslosen - Nachtsperre um 5.00 Uhr am Mittwochmorgen fiel noch rund ein halbes Dutzend Abflüge aus; nicht gelandete Maschinen fehlten. Seit Mittwoch 8.00 Uhr kann der Flugverkehr auf dem binationalen Flughafen vor Basel wieder normal abgewickelt werden. Der "Dominoeffekt" der Ausfälle und Umleitungen dürfte laut EuroAirport indes noch einige Zeit nachwirken.

Laut der Sprecherin ist in Frankreich, dessen Behörden für den Flugbetrieb und somit auch die Flugsicherung verantwortlich sind, eigentlich vorgeschrieben, dass Streiks 48 Stunden im Voraus angekündigt werden müssen. Am Dienstag jedoch seien zum Schichtwechsel um 20 Uhr einige Lotsen einfach nicht angetreten. Am Mittwochmorgen habe man wieder Normalbestand gehabt.

Zum Hintergrund des Streiks und den Beweggründen der Streikenden konnte die Sprecherin nichts sagen. Vielleicht sei die Flugsicherungsbehörde DGAC von einem anderen Streik öffentlicher Dienste erfasst worden. Auf der DGAC-Homepage war dazu keine Information auffindbar.