Das «Pfyfferli» hat 2018 wieder einige alte Fasnachtshasen im Programm – aber auch spezielle Gäste finden ihren Weg in den Keller des Fauteuils. So ist an der Premiere am 5. Januar auch George Ricci dabei. Mit dem Saxofon und der Klarinette wird der Jazzmusiker die Vorführungen begleiten. Ansonsten ist der musikalische Teil des «Pfyfferli» von bekannten Fasnächtlern geprägt: Als Tambouren werden «Bâsilicum», die «Chriesibuebe» und «Pisdig» auftreten, pfeifen werden der «Bajass», die «Barfiessler» und die «Zimmerlinde».

Natürlich wird nicht nur getrommelt und gepfiffen, es wird auch geschauspielert und gereimt. Und das von den Schnitzelbängg «Doggter FMH», «Singvogel», «Spitzbueb» und «Tam Tam». Den schauspielerischen Teil übernimmt das Ensemble, in dem unter anderem die Leiterin des Theater Fauteuils, Caroline Rasser, mitspielt. Sie ist mit anderen bekannten Namen für die Dramaturgie zuständig. Dalit Bloch ist neu im Team, welches auch Felix Rudolf von Rohr ergänzt. Er verrät einige Detail über das Programm: «Wenn die Fasnacht nicht als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt worden wäre, wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen». Die Unesco biete den Rahmen für das kommende «Pfyfferli». Man habe grossen Wert darauf gelegt, nicht die typischen Themen aufzugreifen und die rund 58 Vorstellungen möglichst überraschend zu gestalten.

Ridicule setzt auf Frauenquote

«Es liegt an der Fasnacht, dass Basel so ein überdurchschnittlich grosses Kulturangebot hat. Denn die künstlerische Energie der Fasnächtler verbreitet sich weiter», sagt Helmut Förnbacher bei der Vorstellung des «Ridicule» 2018. Zum 19. Mal findet diese Vorfasnachtsveranstaltung in Förnbachers Theater am Badischen Bahnhof statt. 2019 steht dabei die Frauenquote im Mittelpunkt. Um dieser gerecht zu werden, schlüpft sogar der Chef höchstpersönlich in ein Frauenkostüm. Förnbacher und sein Kollege Hanspeter Stoll spielen zwei Tanten, die sich vom Balkon herab über Gott und die Welt lustig machen. Auch die preisgekrönten Pfeiferinnen haben sich von ihrem männlichen Crewmitglied getrennt.

Weitere Highlights des «Ridicule» 2018 sind die Tambouren «Pianoforte», der Schnitzelbänggler «Giftspritzi» und das Duett zwischen Piccolo und Waldhorn von «D Swingvögel». Die zwölf Shows finden zwischen dem 10. Januar und dem 17. Februar verteilt während dem normalen Theaterbetrieb statt.