Der Termin ist schon lange fixiert. Am 18. Oktober 2019 werde das Totalunternehmen HRS dem Claraspital den neu gebauten Spitaltrakt Hirzbrunnen übergeben. Auf Ende Jahr kommenden Jahres sollte der Erweiterungsbau in Betrieb genommen werden. Dass es zeitlich eng wird, weiss das Quartier bereits; so sind die Arbeitszeiten verlängert und ein vierter Kran aufgestellt worden, um den Plan einzuhalten. Nun verzögert sich die Bauzeit doch um rund acht Monate. Spitaldirektor Peter Eichenberger bestätigt auf Anfrage, was er zuvor an einer Präsentation vor Anwohnern erzählt hat.

Drei Gründe führt Eichenberger für die Bauverzögerung an. Zum einen sei der Aushub in der Nagelfluh aufwendiger gewesen als geplant. Und mit zwei Untergeschossen für ein Blockheizkraftwerk und Parking für 94 Fahrzeuge war ein grosses Loch notwendig. Zum anderen habe die Komplexität des Spitalbaus den Baufortschritt gebremst. Zum dritten habe es gegolten, auf den laufenden Spitalbetrieb und die Anwohner Rücksicht zu nehmen. Schliesslich steht der Spitalkomplex mitten im Wohnquartier Hirzbrunnen.

Keine Mehrkosten

Die Verzögerung habe für das Spital keine Kostenfolge, sagt Eichenberger, da mit der HRS ein Totalunternehmen beauftragt worden sei, das zu einem fixierten Preis baue. In den Neubau investiert das Claraspital rund 140 Millionen Franken. In den unteren Geschossen wird eine neue Notfallstation sowie eine Physiotherapie eingebaut. Im ersten Oberschoss entstehen sechs Operationssäle. Das zweite Obergeschoss wird zum Tumorzentrum ausgebaut. Im dritten Obergeschoss schliesslich entsteht unter anderem eine Bettenstation, die von der Reha Chrischona in die Stadt gezügelt wird.

Die gesamten Bauarbeiten sollen 2020 einen Abschluss finden. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, wird derzeit geprüft. Die Kommunikation darüber werde im kommenden Februar erfolgen.