Zum zweiten Mal findet das Ecofestival des Vereins eco.ch statt. Es bietet lokalen, regionalen und vor allem nachhaltigen Organisationen aller Art eine Plattform, um sich zu präsentieren. Über das Wochenende sind der Barfi und der Theaterplatz mit Bio-Ständen übersät. Das ist aber noch nicht alles: Wieder wird ein «Prix Eco» vergeben. Dieser Preis besteht aus drei Kategorien: dem Hauptpreis, dem Nachwuchspreis «Generation Zukunft» und dem «Hoffnungsträger».

Den Hauptpreis über 15 000 Franken hat die Stiftung «myclimate» gewonnen, die sich für einen geringeren CO2-Ausstoss einsetzt. Bisher konnte der Ausstoss von über drei Millionen Tonnen CO2 mit der Stiftung vermieden werden. Sie unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von CO2-Bilanzen und der Berechnung von Emissionen ihrer Produkte. Auf Platz zwei folgt beim Prix Eco die «Biomilk AG». Ein weiterer Teil des Anlasses ist der Kongress zur Nachhaltigkeit mit dem diesjährigen Thema Welternährung.

Innovative Toiletten zu bestaunen

Im Zentrum der Veranstaltungen steht ganz klar das Festival. «Wir wollen den Leuten auf eine leichte und lustige Art das Thema Nachhaltigkeit näherbringen», sagt Marc Zimmermann, Geschäftsleiter von eco.ch. Die fachkundige Auseinandersetzung finde am Kongress statt, fügt er an. Während eines Rundgangs auf dem Festgelände fallen die vielen Stände auf: Ein Workshop-Zelt unterrichtet Interessierte über pragmatische Ideen, aber auch über aktuelle Probleme, wie gestern unter anderem «innovative Toiletten» thematisiert wurden.

Der WWF-Stand weist mit einer Waage und einer Einkaufstüte auf, welche Produkte die Natur stärker belasten. Auf dem Barfi sorgt ein hölzernes Mini-Riesenrad für Stimmung. Velostände, Veloabgaben, Textilien, Essensstände und sogar ein Streichelzoo tummeln sich in der Stadt, um die Menschen auf die Natur zu sensibilisieren. Das prägendste Element der Bewegung dürfte die aufkommende Street-Food-Szene sein. «Wir haben ganz viele unterschiedliche Essensstände. Ganz neu taucht das vegane Essen vermehrt auf», versichert Beat Jans, Nationalrat und Präsident des eco.ch-Vereins. Bis 2014 fand das Festival in den Muba-Hallen statt. Mit dem stimmungsvollen Festival wird dem zunehmenden Bio-Trend Rechnung getragen.

Wie ökologisch ist Konsum?

Jans gefällt besonders ein Wurststand im Markt der Zukunft. Zu jeder Wurst wisse der Aussteller die Geschichte zur Kuh. Der Markt der Zukunft beinhaltet eine spezielle Auswahl an Ständen: vom Fleischer über Textilien bis zu Outdoor-Equipment lässt sich alles finden. Auch bei einem Öko-Anlass geht es letztlich also vor allem um etwas: den Konsum. Jans findet ernste Worte zur Nachhaltigkeit: «Im Bereich der Energie geht es innovativ voran, da passiert viel. Bei den Verpackungen geht aber gar nichts. Es entsteht dadurch zu viel Abfall.»