Das Europa-Institut der Universität Basel (EIB) wird im Oktober 2019 an einen neuen Standort umziehen. Das bestätigt die Institutsdirektorin Madeleine Herren-Oesch gegenüber der bz. Grund für den Standortwechsel sei die starke Zunahme der Studentenzahl: «Das EIB ist stark gewachsen. Wir haben derzeit 120 Masterstudentinnen und -studenten», schreibt sie auf Anfrage.

Das 1993 gegründete Europa-Institut erlebte in den letzten Jahren ein starkes Wachstum. Noch vor rund zehn Jahren waren gerade mal 26 Personen am EIB immatrikuliert, 2013 waren es bereits 84. Wie Herren-Oesch bereits im letztjährigen Jahresbericht schrieb, weise diese Zahl auf das zunehmende Bedürfnis nach interdisziplinärer Lehre hin.

Das Institut verbindet in seinen Studiengängen drei verschiedene Fakultäten: die Wirtschaftswissenschaftliche, die Juristische und die Philosophisch-Historische. Im Zentrum der Forschung stehen politische, ökonomische und juristische Fragen, die mit der globalen Vernetzung Europas einhergehen.

Villa bleibt wohl Bürogebäude

Wohin das interdisziplinäre Forschungsinstitut ziehen wird, ist noch unklar. «Wir müssen uns mittelfristig nach neuen Räumlichkeiten umsehen», so Herren-Oesch. Ebenfalls noch nicht geklärt ist die zukünftige Nutzung des heutigen EIB-Standorts an der Gellertstrasse. Die Villa wird wohl auch in Zukunft noch hauptsächlich Büroräumlichkeiten enthalten, wie der Anwalt der Privateigentümer gegenüber der bz erklärt: «Wir sind momentan am Abklären, ob für das Gebäude auch in Zukunft eine Büronutzung möglich ist.»

Die Liegenschaft sei mit dem Einzug des Europa-Instituts aufwendig umgebaut worden, weshalb eine ähnliche Nutzung wünschenswert sei. «Nun ein Wohnhaus daraus zu machen, wäre eine komplizierte Aufgabe.» Die Eigentümer seien derzeit damit beschäftigt, mögliche Nutzer abzuklären. Ein Entscheid sei aber bisher noch nicht gefällt worden.