Die Ausgangslage der drei eidgenössischen Vorlagen, die am 23. September zur Abstimmung gelangen, könnte unterschiedlicher kaum sein. Da wäre einerseits der Gegenentwurf zur Volksinitiative «Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege», der bei den Basler Parteien auf breite Unterstützung stösst. Einzig SVP und FDP können nichts damit anfangen. Die Initiative will dazu beitragen, die Veloinfrastruktur zu stärken und vom Fussverkehr zu entflechten, was der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden dienen soll. Für die CVP beispielsweise «ist die Förderung von Velowegen für unsere Velostadt besonders wichtig und sinnvoll».

Deutlich umstrittener ist dagegen die Fairfood-Initiative, welche die hohen Schweizer Lebensmittelstandards schützen will und gleichzeitig Standards für Importprodukte fordert. Für die SP werde damit das Angebot an umweltfreundlich und fair hergestellten und gehandelten Lebensmitteln gestärkt, was sie unterstützt. Selbst die LDP spricht zwar von «sympathischen Zielen». Umsetzungsprobleme und die Gefahr von starken Preissteigerungen sprächen aber für ein klares Nein.

Einen schweren Stand unter den Baslern Parteien hat dagegen die Initiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» Bei den bürgerlichen Parteien fällt sich hochkant durch, und selbst die SP kann sich damit nicht anfreunden. Die Grünen dagegen betonen, dass die Initiative die lokale Produktion stärken und die globale Verantwortung der Landwirtschaft beachten würde.