Den Blick auf die Vogesen, den Jura, den Schwarzwald und bei guter Sicht auf die Alpen gibt es drauf zu. «Der Interregio-Wanderweg bewegt sich immer in der Vorbergzone», erklärte Mirko Bastian, Hauptgeschäftsführer des Schwarzwaldvereins, am Freitag bei der symbolischen Wiedereröffnung des Wegs an der alten Rheinbrücke in Badisch Rheinfelden.

Der trinationale Wanderweg führt auf 210 Kilometern rund um Basel. Die elf Etappen wurden so gewählt, dass es dort stets etwas Interessantes zu entdecken gibt.

Der Wanderweg umfasst elf Etappen und ist 210 Kilometer lang.

Der Wanderweg umfasst elf Etappen und ist 210 Kilometer lang.

Hans Wüthrich, technischer Leiter und verantwortlich für die Signalisation bei Wanderwege beider Basel, rät denn auch davon ab, den ganzen Weg in einem Stück unter die Füsse zu nehmen. «Es gibt so viel zu sehen. Man sollte sich auf drei oder vier Etappen beschränken und diese dann auf Herbst und Frühling aufteilen.»

Den Wanderweg gibt es auch als App oder online (www.wanderservice-schwarzwald.de). Ausserdem wurde eine neue Broschüre dazu erstellt. «Zum Teil musste die Wegführung angepasst werden», erläuterte Bastian. Die Wanderschilder sind in den drei Ländern unterschiedlich, aber in allen wird der Interregio-Wanderweg mit drei schwarzen Balken gekennzeichnet.

Ein Vertrag war nicht mehr nötig

Brauchte es bei der Lancierung des Wegs vor 35 Jahren noch einen Grenzlandvertrag haben sich die beiden erwähnten Wandervereine sowie der Club Vosgien diesmal unkompliziert und formlos zusammengetan. Die Initiative, den Weg zu überarbeiten, kam von der Regio Basiliensis. Diese hatte sein Vermächtnis von der Interregionalen Gesellschaft für Freizeitgestaltung Basel übernommen, die ihn 1982 gekoppelt mit kulturellem Engagement initiierte.

Weil Werner Madörin, der langjährige Präsident von Wanderwege beider Basel, sich dafür engagierte, war der Weg auf der Schweizer Seite noch gut in Schuss. Mehr Arbeit gab es im Elsass und Südbaden. So montierte der Schwarzwaldverein 183 neue Schilder.

«Ich freue mich, dass der Weg jetzt wieder aufpoliert wurde», sagte der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi kurz bevor der Interregio-Wegweiser vor der Brücke montiert wurde. Für Hannes Schweizer, Vize-Landratspräsident, war es eine Chance, «diesen Weg der Begegnung zu eröffnen» und Klaus Eberhard, Oberbürgermeister von Badisch Rheinfelden, betonte, dass das Überschreiten von Landesgrenzen oft über den Rhein geschehe.

Fragt sich nur, ob die Neulancierung des Wegs kurz vor Winterbeginn nicht unglücklich gewählt war? Keineswegs, widerspricht Manuel Frieseke, Geschäftsführer der Regio Basiliensis: «Wir haben das bewusst so gelegt. Die Leute fangen schon jetzt an zu planen.»