Eine Analyse des Südwestrundfunks (SWR) hat ergeben, dass zwischen dem 18. und 23. Juli nur 61 Prozent der An- und Abflüge auf dem EAP pünktlich waren. Erfasst wurden 3484 Flüge, von denen 1370 zu spät waren.

Von den acht wichtigsten Fluggesellschaften auf dem EAP schnitt Wizz Air, die Nummer zwei, mit nur 35 Prozent pünktlichen Flügen am schlechtesten ab. Der Platzhirsch Easyjet lag mit 64 Prozent pünklicher An- und Abflüge leicht über dem Durchschnitt des EAP.

Die Analyse berücksichtigte insgesamt sieben Flughäfen im Südwesten Deutschlands, zu denen auch Basel gezählt wurde. Es handelte sich neben dem Euro-Airport um Stuttgart, Frankfurt, Karlsruhe/Baden-Baden, Frankfurt Hahn, Friedrichshafen und Saarbrücken.

Generell ergaben sich fast überall ähnliche Werte. Mit 20 000 ausgewerteten Flügen war die Datenbasis gross. In der Auswertung schreibt der SWR: «Meist mussten Passagiere 15 bis 30 Minuten Verspätung hinnehmen. Ein Drittel musste länger warten. Jeder zwanzigste Flug war mehr als eine Stunde verspätet.»

Externe Faktoren als Grund für Verspätungen

Vivienne Gaskell, EAP-Mediensprecherin, begründet die Verspätungen mit drei externen Faktoren. «Es gibt ein Problem mit dem überlasteten europäischen Luftraum. Weitere Schwierigkeiten sind die Streiks von Fluglotsen und häufige Gewitter.»

Ryanair, Easjet und Wizz Air haben nun wegen der Fluglotsenstreiks Beschwerde gegen Frankreich bei der Europäischen Kommission eingereicht. Laut einer Medienmitteilung der drei Fluggesellschaften hat sich die Zahl der Streiks gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Der französische Senat habe bestätigt, dass allein Frankreich für ein Drittel der Flugverspätungen in Europa verantwortlich ist.