Das wärmere Wetter der letzten Tage hat dazu geführt, dass Wildvögel schneller in ihre angestammten Herkunftsgebiete zurückfliegen. Deshalb können die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe früher als vorgesehen wieder aufgehoben werden. 

Wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt mitteilt, werden die Verfügungen des Veterinäramtes Basel-Stadt und des Veterinärdienstes Basel-Landschaft zur Verhinderung der klassischen Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, vom 16. November 2016 sowie die Verlängerung der Massnahmen vom 25. Januar 2017 deshalb mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Bis auf einen positiven Fall im November 2016 beim Kraftfeld Birsfelden wurde die Region Basel von der Vogelgrippe verschont. Das Veterinäramt Basel-Stadt hat neun Verdachtsfälle, die jedoch alle negativ waren. In Schliengen im Landkreis Lörrach, wurde Mitte Februar das Virus in einem toten Schwan bestätigt.

Im Winter 2016/17 führte das Vogelgrippe-Virus vom Subtyp H5N8 in Europa zu zahlreichen Todesfällen bei Wildvögeln und Nutzgeflügel. Auch in der Bodenseeregion wurden im November 2016 zahlreiche tote Wildvögel gefunden Dies veranlasste den schweizerischen Veterinärdienst dazu, Schutzmassnahmen für Nutzgeflügel zu verordnen. 

Dabei wurden Kontroll- und Beobachtungsgebiete für mehrheitlich grosse Seegebiete und Uferzonen festgelegt, an denen Zugvögel aus dem Norden und Osten unseres Kontinents zu überwintern pflegen. Mit der Zunahme von Totfunden auch ausserhalb der Winterquartiere wurde das Kontrollgebiet auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Diese Kontrollmassnahmen werden nun eingestellt.

Da es in der Schweiz viele betroffene Wildvögel gegeben hat, bleibt weiterhin ein Restrisiko bestehen, wenn Wildvögel mit Hausgeflügel in Kontakt kommen würden, schreibt das BLV. Achtsamkeit ist in den Geflügelhaltungen deshalb weiterhin angebracht. (bz)