Diese Woche hat die Messe Schweiz einen Millionenverlust für das Gesamtjahr 2018 angekündigt. Nun verlässt ein Topmanager die Firma. Damit gehen die Umwälzungen beim börsenkotierten Basler Unternehmen weiter. Neben einem neuen CEO braucht die MCH Group auch einen neuen Chief Development Officer (CDO).

Der bisherige Stelleninhaber, Stephan Peyer, nimmt den Hut, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Peyer habe sich aus persönlichen Gründen dazu entschieden, die MCH Group zu verlassen und sich beruflich neu auszurichten. Sein Entscheid stehe in keinem Zusammenhang mit dem neuen CEO ad interim Hans-Kristian Hoejsgaard, heisst es weiter.

Hoejsgaard hat am Dienstag den Chef-Posten bei der Messeveranstalterin übernommen. Stephan Peyer war insgesamt 12 Jahre für das Unternehmen tätig, ab 2013 war er CDO. Wann Peyer genau seinen Posten abgibt, ist laut MCH-Sprecher Christian Jecker noch unklar. Peyer werde nun zuerst mithelfen, die Nachfolge und die Übergabe seiner Aufgaben zu regeln.

Turbulente Woche

Die MCH Group hat eine turbulente Woche hinter sich. Am Dienstag meldete das Unternehmen im Halbjahr einen Gewinneinbruch um 17 Prozent auf 21,9 Millionen Franken. Und die Aussichten sind düster. Wie im letzten Jahr bereits durchgeführt, müssen gewichtige Wertberichtigungen auf den Messehallen vorgenommen werden. Dies weil die Hallen weniger genutzt werden als angenommen.

Im letzten Jahr wurde der Wert der Hallen bereits um100 Millionen Franken nach unten korrigiert. Das gleiche steht nun auch in diesem Jahr an, wie MCH in einer Mitteilung schrieb. Auch ohne die Wertberichtigung geht die Firma von einem Millionen-Minus aus, das Ende Jahr zu Buche stehen wird. Zusammen mit der Wertberichtigung wird, wie bereits im letzten Jahr, wohl ein Minus in dreistelliger Millionenhöhe zusammenkommen.

In der Folge dachte MCH-Verwaltungsratspräsident Ulrich Vischer laut über einen Verkauf von Messehallen nach. Der Kanton Basel-Stadt sieht darin eine "attraktive Chance"

Anfangs August hat bereits der CEO René Kamm das Unternehmen verlassen. Grund dafür: die Ankündigung von Swatch-Chef Nick Hayek, bei der Baselworld künftig nicht mehr als Aussteller dabei zu sein. Andere Aussteller hatten ebenfalls schon früher einen Rückzug angekündigt.  Swatch war mit einem Messebudget von über 50 Millionen Franken der grösste Aussteller an der Baselworld.