Ab 23.00 Uhr abends stand das sechsköpfige Einsatzteam der EBL in der klirrenden Kälte bereit für seine aussergewöhnliche Mission. Als Polizei und NSNW den Verkehr auf der Autobahn bei Pratteln gestoppt hatten und der EBL Chefmonteur auf dem rund 20 Meter hohen Strommast um 23.30 Uhr per Natel das ok für die Aktion erhielt, ging alles sehr schnell und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk über die Bühne.

Die drei Stromkabel aus Kupfer wurden auf die Autobahn heruntergelassen, in der Mitte zerteilt und auf beide Seiten der Strasse gezogen. Nicht einmal fünf Minuten benötigte das erfahrene und gut eingespielte Team der EBL Freileitungsmonteure für diese Präzisionsarbeit.

Nach Aufhebung der Sperrung rollte der Verkehr auf der Autobahn nach 23.40 Uhr wieder normal in beide Richtungen, ohne dass es zu Problemen gekommen wäre.

Das Einsatz-Team der EBL konnte die Baustelle gegen 1.00 Uhr verlassen, nachdem sie alle beweglichen Teile an den Betonmasten abgebaut und die demontierten Kabel aufgerollt hatten. Beide Betonmasten am Rand der A2/A3 wurden am darauffolgenden Tag mit Hilfe eines 100-Tonnen-Pneukrans ebenfalls demontiert.