1. … ein einzigartiges gotisches Bauwerk bestaunen

Die Kirche von Ziefen ist schon von Weitem sichtbar, denn sie steht etwas ausserhalb des Dorfes erhoben auf einem Hügel. Man erzählt sich, ursprünglich sei ein anderes Gebiet für den Bau vorgesehen gewesen, doch Engel hätten das Baumaterial nachts an den heutigen Standort gebracht. Die dem heiligen Blasius geweihte Kirche ist aber unabhängig von dieser Geschichte einen Besuch wert – wegen ihrer Architektur, der alten Ausstattung wie etwa einem Taufstein aus dem 16. oder 17. Jahrhundert und vor allem auch wegen eines umfangreichen Zyklus von Wandmalereien, der freigelegt werden konnte. Die Denkmalpflege zählt die Ziefner Kirche zu den kostbarsten gotischen Bauwerken des Kantons.

2. … dem Schnitz folgen und Sagenhaftes erleben

Die Einwohner von Titterten tragen den Übernamen «Schnitz». Passend dazu spielt auch ein «Schnitz» den Reiseleiter auf dem Erlebnisweg Titterten, einer rund sechs Kilometer langen Route, die vom Flühgraben auf die Hohwacht führt. Für die Erlebnisse ist der «Schnitz» zuständig, der an acht verschiedenen Posten präsent ist. Zum Schluss wartet im wahrsten Sinn des Wortes der Höhepunkt: ein 14 Meter hoher Waldbeobachtungsturm. Der Erlebnisweg knüpft übrigens nahtlos an den Reigoldswiler Sagenweg an. Dieser Rundwanderweg mit Skulpturen und Infotafeln lässt Sie in die Sagen rund um die Ruine Rifenstein eintauchen. Apropos Ruine Rifenstein …

3. … alte Gemäuer erkunden

Die Burg zwischen Titterten und Reigoldswil wurde ungefähr im 11. Jahrhundert erbaut. Wahrscheinlich wurde sie beim grossen Erdbeben von Basel 1356 zerstört und nicht mehr aufgebaut. Die Ruine Rifenstein liegt auf einem Felsvorsprung 610 Meter über Meer.

4. … in die Höhe fahren und in die Tiefe rasen

Bergbahnen gibt es nicht nur in den Skigebieten, sondern auch in der Nordwestschweiz, allerdings nur eine einzige: die Wasserfallenbahn. Sie führt von Reigoldswil ins Wasserfallengebiet. 2006 wurde sie neu erbaut, die Vorgängerin wurde 50 Jahre zuvor eröffnet. Der Besuch der Wasserfallen lohnt sich jedoch nicht bloss wegen der einzigartigen Gondelbahn oder wegen der attraktiven Wanderwege, sondern vor allem auch wegen des Waldseilparks, der bei der Bergstation auf waghalsige Besucher wartet. Sehr beliebt ist auch die Herausforderung, auf dem Trottinett wieder zur Talstation zu rasen.

5. … menschliche und tierische Vögel beobachten

Die Ulmethöchi sowie die Hohwacht ob Lauwil bieten wunderschöne Rundsichten. Besonders spannend ist ein Besuch auf der Ulmethöchi jetzt, nämlich zwischen Ende September und Anfang November. Denn dann werden in der dortigen Beringungsstation die durchziehenden Vögel beobachtet, registriert und teilweise gefangen, um sie zu messen, wägen und beringen. Fliegende Lebewesen lassen sich auch von der Hohwacht aus oft beobachten. Allerdings gibt es dort keine Vögel zu sehen, sondern Menschen. Denn die Hohwacht ist ein beliebter Ausgangspunkt für Flüge mit dem Gleitschirmen.

6. ... Kultur im Gemeindesaal geniessen

Unter dem Namen «Kultur Titterten» stellt eine vierköpfige Kommission immer wieder spannende Anlässe im Gemeindesaal in Titterten auf die Beine. Die nächste Veranstaltung findet am 29. Oktober statt: Ein Konzert dreier Musiker, die im «Alpin Project» Volksmusik auf Elektro-Sounds und Beats treffen lassen.

7. ... dreckige Wäsche waschen

Früher gabs in Ziefen mehrere «Buuchhüsli», wo die Frauen die Wäsche besorgten. Heute stehen im Dorf noch deren zwei. Im «Buuchhüsli» zeigen traditionell gekleidete Wöschhüsli-Frauen, wie einst gewaschen wurde (Voranmeldung via Verein für Heimatpflege ist zwingend). Im zum «Bachhüsli» umfunktionierten «Buuchhüsli» wird heute Brot gebacken.

8. … Schlossluft schnuppern

Schon die Umgebung ist ein Hingucker: Uralte Eichen – einige davon seit dem 15. Jahrhundert – warten im Naturschutzgebiet beim Schloss Wildenstein. Auch das Schloss selbst beeindruckt schon von aussen. Neuerdings gibt es dort auch einen Informationspfad, der einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht. An Muttertag und danach jeweils am ersten Sonntag der Monate Juni bis Oktober kann man sich das Schloss bei einer kostenlosen Führung auch von innen ansehen. Dann ist jeweils auch das kleine Café im Schlosshof geöffnet. Immer wieder finden zudem kulturelle Veranstaltungen in dem Bauwerk mit Ursprung im 13. Jahrhundert statt.

9. ... die erste Schweizer Nähmaschine sehen

Im Nähmaschinenmuseum von Daniel Tschopp aus Ziefen stehen rund 40 handbetriebene Modelle, unter anderem die erste in der Schweiz hergestellt Nähmaschine von 1865. Auch kleine Kindernähmaschinen sind ausgestellt. Tschopp hat seit 52 Jahren die Vertretung für Pfaff-Nähmaschinen und begann schon früh, alte Exemplare zu sammeln. Daniel Tschopp ist auch ein leidenschaftlicher Kameramann. Im Gewölbekeller neben dem Museum zeigt er gerne seine gedrehten Filme. Voranmeldung: Telefon 061 931 13 88.

10. ... am Grümpeli antreten oder abfeiern

Das «Grümpeli» in Bubendorf ist im Föiflibertal nicht nur bei Fussballfans fett im Kalender angestrichen. Drei Tage lang wird jeweils gefeiert – gerne mit Schlagerbands und jede Menge Bier.

11. ... Geschichte erleben

Das Ortsmuseum «im Feld» befindet sich in einem der prägnantesten Häuser Reigoldswils. Im Dorfmuseum Ziefen steht die Posamenterei im Vordergrund. Im November und Dezember ist in Bubendorf jeweils das Krippen- und Spielzeugmuseum offen. Das Föiflibertal hat auch in Sachen Museen viel zu bieten.

12. ... Natur erfahren und erlernen

Bei einem Rundgang auf dem Naturerlebnispfad Bretzwil kann man jede Menge Neues über Bäume, Sträucher und Waldbewohner lernen.

13. ... sich den Bauch mit prämiertem Essen vollschlagen

Kennen Sie das Baselbieter Rütli? So wird das Hotel und Restaurant Bad Bubendorf genannt, weil dort 1830 der Grundstein für den Baselbieter Halbkanton gelegt wurde. Daran erinnern heute die Wappen sämtlicher Baselbieter Gemeinden in der Wirtschaft zum Bott im Bad Bubendorf, wo währschafte, einfache Gerichte serviert werden. Nebenan wartet innovative Küche in der Gault Millau prämierten Osteria Tre. Für Bubendorf ist diese Auszeichnung nichts Besonderes: Gault-Millau-Punkte haben auch der Landgasthof Talhaus und das Restaurant Le Murenberg.

14. ... den Stau umgehen

Statt an Pfingsten im Stau Richtung Süden zu stecken, veranstalten die Arboldswiler jeweils einen Markt, den Antistaumärt.

15. ... den Blick schweifen lassen

Südwestlich von Arboldswil thront auf 740 Metern über Meer die Chastelenflue. Auf dem bewaldeten Hügel hat man auf dem Felsvorsprung eine fabelhafte Sicht gen Süden, Westen und Norden – in den Baselbieter Jura und ins Wasserfallengebiet.