Wie erwartet hat die Baselbieter SP Adil Koller zu ihrem Präsidenten gewählt. Unter den 128 Delegierten gab es fast keine Stimmen gegen den 22-jährigen Münchensteiner. Dieser übernimmt die Führung der Partei jetzt alleine, nachdem er sie ein Jahr lang mit Regula Meschberger geteilt hatte. Dieses Vorgehen war im Voraus so abgesprochen (bz berichtete). Koller wird sekundiert von zwei Vizepräsidenten, Caroline Rietschi (Binningen) und Florian Schreier (Birsfelden). Neu in der Geschäftsleitung sind zudem der Reinacher Thomas Thurnherr und die Arlesheimerin Noëmi Sibold.

Nicht ganz so eindeutig wie die Wahl des Präsidenten war die Meinung der Genossen zur Einführung einer parteiinternen Amtszeitbeschränkung. Rund vier Fünftel der Delegierten waren für eine entsprechende Änderung der Parteistatuten. Den Vorstoss hatten die Juso lanciert. Demnach müssen ab sofort die SP-Landräte nach vier Amtsperioden abtreten.

Dies ist die Antwort der SP auf den Versuch des Landrats, dort die Amtszeitbeschränkung von vier Amtsperioden aufzuheben. «Wir wollen zeigen, dass wir als Partei kein Problem mit der Beschränkung haben und auf genügend Persönlichkeiten zählen können», sagt Koller. Die Geschäftsleitung hatte den Vorstoss der Juso unterstützt. «Wir übernehmen eine Vorbildfunktion für andere Parteien.» Angst, dass die SP sich selber schaden könnte, hat er nicht. «Die Amtszeitbeschränkung schadet denen, die zu wenig frische Kräfte haben, nämlich den Rechtskonservativen. Deshalb wollen sie sie abschaffen.» Die SP habe zum Beispiel bei den Landratswahlen keine Probleme gehabt, Junge und Neue aufzustellen.

Koller kündet zudem noch für dieses Jahr eine Mitgliedergewinnaktion an. «Die Leute sollen sich nicht mehr nur über die Abbaupolitik nerven. Aktiv etwas verändern können sie am besten, wenn sie der SP beitreten.» Die Baselbieter SP konnte letztes Jahr zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Mitgliederzuwachs verzeichnen. (mec)