1. Armes Liestal

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet der Kantonshauptort liegt bei den Sozialausgaben pro Kopf an der Spitze – und nicht etwa eine der grossen Agglomerationsgemeinden. 

 

2. Die Bündner leisten mehr

Das Baselbiet hat ein tieferes BIP pro Kopf als so manch anderer Kanton. Zum Beispiel Graubünden. Das zeigt ein Vergleich des Brutto-Inlandprodukts der Kantone. Baselland ist Durchschnitt (Rang 12), und was die Hülftenschänzler besonders nerven dürfte: Auf Rang 1 thront der Kanton Basel-Stadt. Immerhin: Die drei anderen Nachbarkantone klassieren unter «ferner liefen». 

3. Leere Hotelbetten

Das macht keine Freude. Seit 2014 hat die Zahl der Logiernächte in den Gastronomiebetrieben im Kanton abgenommen. 

 

4. Mit Bergluft fängt man Reiche. Oder halt doch mit dem Steuersatz?

Bottmingen, Binningen und Arlesheim sind beliebt bei Gutverdienern. Das wissen wir. Diese Gemeinden locken mit tiefen Steuern. Man findet die Reichen aber auch in Hersberg oder Böckten. 

 

5. Welcome to the Canton of Basel-Country!

Rund 83 Prozent der Baselbieter geben eine der vier offiziellen Landessprachen als Erstsprache an, also Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch. In immer mehr Haushalten wird aber eine fünfte Sprache gesprochen. 

 

6. Die Uni Basel hat mehr Studierende aus dem Baselbiet als alle anderen Schweizer Unis zusammen

Nähe ist halt doch ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Studienorts: Von drei Personen aus dem Baselbiet, die in der Schweiz studieren, entscheiden sich zwei für die Universität Basel. Dass diese in Hochschul-Rankings regelmässig gut abschneidet, ist sicherlich auch kein Hinderungsgrund, sich an ihr zu immatrikulieren. Und die Trägerkantone müssen sich überlegen, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, die Uni (noch mehr) zur Spezialisierung zu zwingen. Denn dann würde man sich vom Konzept der Voll-Universität langsam, aber sicher verabschieden. 

 

7. Hals- oder Beinbruch? Ab in die Stadt!

Seit 2014 besteht zwischen den beiden Basel die volle Freizügigkeit bei der Spitalwahl. Heisst: Auch wenn man im Baselbiet wohnt, darf man in die Stadt ins Spital, also auch ohne teure Zusatzversicherungen. Aber schon lange zuvor nahm die Zahl der Patienten aus dem Landkanton in städtischen Gesundheits-Einrichtungen markant zu. 

 

8. Allschwil überholte Reinach

Noch 2006 hatte Reinach bevölkerungsmässig die Nase vorn. Einen grossen Sprung nach vorne hat auch Oberwil gemacht. 

 

9. Macht Single-Dasein arm?

Gemeinhin nimmt man an, dass vor allem Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Doch der weitaus grösste Teil der Haushalte, die Sozialhilfe beziehen, sind Einpersonenhaushalte. Das Single-Dasein als Armutsrisiko? Das wäre noch weiter zu untersuchen.